Raps

RPL-Saatraps „Wie die Saat, so die Ernte“

Mit der Züchtung von Null- und Doppelnull-Rapssorten in den 1970igern und 1980igern wurde Rapsöl zunehmend für die menschliche Ernährung interessanter und der heimischen Landwirtschaft bot sich eine weitere Kultur mit hohem Wertschöpfungspotenzial. Die Einführung der ersten Rapshybriden in den 1990igern führte abermals zu höheren Erträgen mit höheren Ölgehalten bei erhöhter Ertragssicherheit. Heute gehört Raps damit zu den bedeutendsten Ackerfrüchten.

Unsere Sortenempfehlungen:

Kohlhernie

ist eine Fruchtfolgekrankheit, die mit dem zunehmenden Rapsanbau auf vielen Flächen zumindest latent stark zugenommen hat und bis zum Totalausfall der Pflanzen führen kann. Befallsfördernd wirken dabei zu enge Fruchtfolgen, zu frühe Aussaat, feucht-warme Bodenverhältnisse, staunasse Böden und Boden-ph Werte unter 7. Da der Schaderreger bis zu 20 Jahre im Boden überdauern kann und durch anhaftenden Boden mit den Ackergeräten weiterverbreitet wird ist eine Bekämpfung nicht möglich. Entsprechend können nur vorbeugende Maßnahmen wie eine angepasste Fruchtfolge, eine entsprechende Ackerhygiene (frühzeitige Bekämpfung von Ausfallraps, Unterdrückung von kruziferen Unkräuter wie Rauken, Hellerkraut und Hirtentäschel) und angepasste Aussaattermine langfristig den Rapsanbau sichern. Auf Befallsflächen, aber auch nur dort, besteht die Möglichkeit Kohlhernieresistente Sorten anzubauen. Wie lange diese rassenspezifische Resistenz aber noch wirksam ist steht in den Sternen.

Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Die dargestellten Daten geben Erkenntnisse wieder, die im Rahmen von Landessortenversuchen, Wertprüfungsversuchen und Eigenversuchen gewonnen wurden. Trotzdem hängt der Erfolg der Kultur auch von Faktoren ab, die nicht auf die Qualität und die Leistungsfähigkeit der Sorte zurück zuführen ist. Eine Gewähr oder Haftung können wir deshalb nicht übernehmen.