Aktuelle Pflanzenschutzhinweise

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz. Diese Hinweise werden (in der Saison) wöchentlich erneuert. Konkrete Hinweise zur Schädlingssituation im Raps für Ihre Anbauregion finden Sie auf der Internetseite des  Rapool-Ringes. Die Krankheitsbonituren (Blattkrankheiten) für Zuckerrüben finden Sie während der Saison (Juni – September) unter  LIZ-online.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen müssen die aktuelle Zulassung und insbesondere die Abstandsauflagen beachtet werden. Die Produktbeschreibung als Beipackzettel ist vor dem Einsatz der Pflanzenschutzmittel durchzulesen und zu beachten, die unterschiedlichen Auflagen der Bundesländer sind zu berücksichtigen.

15.05.2019
Bringen Sie die Ährenbehandlung in der Gerste jetzt zum Abschluss. Planen Sie, sobald die Ähre halb geschoben ist und bevor das Grannendach die Benetzung der oberen Blätter verhindert, die Abschlussbehandlung ein.

Der Rostbefall in Triticale, Weizen und Roggen setzt sich fort. Aufgrund des nächtlichen Taues sind vielfach bereits gelaufene Rostinfektionen wie Braunrost in Roggen, aber auch Gelbrost in Triticale- und Weizenbeständen aufgebrochen und der Befall ist deutlich sichtbar.

Unsere Empfehlung zur Abschlußspritzung in Triticale und Roggen: Elatus & Plexeo

Planen Sie beim Roggen die Durchfahrt jetzt ebenfalls ein, um noch vor der Blüte ausreichend Wirkstoff auf die oberen Blätter zu applizieren und somit deren Infektion vorzubeugen.

So lange dieser Tage weiter mit Nachtfrösten zu rechnen ist, raten wir dazu anstehende Herbizidmaßnahmen in Zuckerrüben & Mais noch weiter zu schieben, eine Wetteränderung ist zum Wochenende in Sicht. Auch mit Insektiziden gegen Blattläuse in Zuckerrüben sollten Sie mit den Premiumpräparaten warten bis wärmere Bedingungen eine bessere Wirkung versprechen.

06.05.2019
Das kühle wechselhafte Wetter hat das Wachstum der Bestände letzte Woche doch etwas ausgebremst.

Aktuell steht eine Abschlussmaßnahme in der Wintergerste, jetzt wo auch die Ähre getroffen wird, an.
Wir empfehlen neben Aviator Xpro Opti auch das Gigant Opti Pack zur gleichzeitigen Absicherung gegen Ramularia. Dort wo Sie Chlortalonil aufgrund der 5 m Gewässerauflage nicht einsetzen können, sollte die volle Aufwandmenge des Carboxamidproduktes appliziert werden!

Für die Abschlußbehandlung in Roggen & Triticale empfehlen wir jetzt, wo auch hier das Ährenschieben begonnen hat, die Applikation mit  Elatus plus & Plexeo (3.5 MB). Das Pack ist ausreichend für 7 – 8 ha. Die Maßnahme sollte bis zur Blüte erfolgen, um zum einen den Spritzbelag vor der Pollenschüttung aufzubringen und zum anderen die Pflanzen in der Blüte nicht unnötig der mechanischen Beanspruchung in der Fahrgasse auszusetzen - was eventuell auch eine erhöhte Mutterkornpopulation bedeuten könnte.

Der Storchschnabel als Problemunkraut im Mais schreitet auch in unserer Region weiter voran. Aktuell empfehlen wir den frühzeitigen Spritzstart mit einem TBZ-haltigen Produkt, z. B. Gardo Gold. Hier wären 2,5 – 3 l/ha im frühen Nachauflauf von Vorteil. Die Wirkung im Keimblattstadium der Unkräuter ist jetzt auch gepaart mit der entsprechenden Bodenfeuchtigkeit äußerst vorteilhaft.

29.04.2019
Mit dem einsetzenden Regen macht sich neuer Optimismus breit. Hinsichtlich einer abschließenden Nachkürzung dichter Gerstenbestände ist diese Woche eine Maßnahme unabdingbar. Hier bietet es sich je nach Vorlage an, mit einem Fungizid wie Aviator Xpro oder Elatus Era Rhychosporium-Neuinfektionen zu verhindern. Beide Produkte werden auch als Pack angeboten, wobei das Amistar Opti gegen Ramularia erst später auf die halbgeschobene Ähre ausgebracht werden sollte, um sowohl die bessere Benetzung als auch die länger anhaltende Dauerwirkung auszunutzen.

Rostinfektionen im Roggen sind bislang eher seltener anzutreffen. Das mag sich mit kurzzeitigem Wechsel mit feuchtwarmer Witterung jedoch schlagartig ändern. Kontrollieren Sie zeitnah Ihre Bestände!

Unsere Empfehlung ist Elatus plus & Plexeo für einen langfristigen Schutz gegen Braunrost. Da die Dauerwirkung sowohl von der Aufwandmenge wie auch vom Behandlungszeitpunkt abhängt, kann diese Maßnahme bis zum Auffinden erster Rostpusteln, spätestens jedoch bis zum Einsetzen der Blüte geschoben werden.

Einzelne Weizenflächen sind in der letzten Woche durch Trockenstress auffällig geworden. Hier ist Mehltaubefall wahrnehmbar und umgehend auszuräumen.

Septoriainfektionen werden erst nach 36 Stunden Blattnässe gesetzt. Es bleibt die nächsten Tage abzuwarten, in welcher Region diese Werte erreicht werden.

Die Frage nach einer Abschlussbehandlung im Raps stellt sich nach den Niederschlägen der letzten Tage heute deutlicher dar, bei guten Rapsbeständen ist sie somit unabdingbar. Berücksichtigen sollten Sie die geänderten Auflagen zum Bienenschutz beim Biscaya in Mischung mit Azolen.

Kontrollieren Sie zudem im Vorwege ob eine Insektizidmaßnahme im Raps wirklich notwendig ist.

16.04.2019
Verlässlichen Prognosen zufolge ist für die nächsten 14 Tage mit ansteigenden Temperaturen zu rechnen.

Seit langem anstehende Einkürzungen in Gerste und Roggen können Sie zeitnah vollziehen. Während viele Weizenbestände noch in EC 29-31 stecken und mit reinem CCC und Mikronährstoffcocktails gesteuert werden können, ist in der Gerste auch wegen der aktuellen kühleren Witterung noch ein Prodax mit 0,4 - 0,6 kg/ha das Mittel der Wahl. Reine Trinexapac-Produkte wirken verzögert und brauchen eine höhere Einstrahlung. Gerade die Gerste muss aufgrund ihrer oft hohen Triebzahl stärker gekürzt werden.

Zwergrost ist nahezu in allen Sorten zu finden. Weiter gilt es auch Netzflecken und Mehltau zu verhindern. 0,5- 0,6 l/ha Input classic (15 m! ) oder auch 0,4 l/ ha Proline mit 0,2 l Vegas ( beide 1m!) sind hier wirkungsvolle Fungizidbeispiele.

Zur Einkürzung von Roggen und Triticale favorisieren wir aktuell Kombinationen mit CCC & Calma. Neben erstem Braun- und Gelbrost, ist in der Triticale vor allem auf Mehltau zu achten - sichten Sie bekannte Problemschläge zeitnah!

Maßnahmen der zweiten Düngergabe - vielfach bereits erfolgt - müssen jetzt zum Abschluss gebracht werden, zumal unklar ist wann wieder genug Regen im Anmarsch ist, um die Düngermengen dann auch in Lösung zu bringen.

Mit ansteigenden Temperaturen wird auch die Maisaussaat verstärkt in den Focus geraten, haben Sie im Vorwege Ihren Nährstoffbedarf treffend justieren können? Reicht die Gülle bzw. das Substrat, welches vorgesehen war? Klären Sie frühzeitig die Verfügbarkeit notwendiger Düngermengen um Aufgelder und Wartezeiten für dann spätere, „schnelle“ Ware zu vermeiden!
Was die Herbizidbehandlung des Maises betrifft, so nutzen Sie das Splitting - gegebenenfalls auch im Vorauflauf. Es schont nicht nur den Mais, sondern auch später Ihr Nervenkostüm und Ihr Zeitfenster bei der Nachlage!

05.04.2019
In der 15. KW stehen aus unserer Sicht weitere Einkürzungsmaßnahmen in Roggen und Weizen an, wobei der spätere Weizen oft noch in EC 30/31 ausschließlich mit CCC gekürzt werden sollte, um die Dominanz des Hauptriebs zu brechen und um die Verzweigung der Nebentriebe zu fördern.

Der Roggen hat in den meisten Fällen schon das erste Internodium ausgebildet. In diesen Fällen sollten Sie das CCC um 0,1 - 0,15 l/ha Calma zur Einkürzung ergänzen. Zur Absicherung der Micronährstoffversorgung ist unsererseits die Zugabe von Mix pro SL (Mn, Cu, Zi) weiter empfohlen.

Kürzungen in der Wintergerste stehen ab der kommenden Woche ebenfalls an. Aufgrund der kühlen Witterung empfehlen wir hier schwerpunktmäßig 0,4 – 0,5 kg/ha Prodax.

Insbesondere die Winterbraugerstensorte KWS Joy sollten Sie in dieser Maßnahme gleichfalls mit 0,5 l/ha Input classic (15m!) gegen Blattflecken behandeln, da hier die Infektionen nach 24 Std. Blattnässe in diesen Tagen erfolgt sind.

25.03.2019
Auch bei der kühleren Witterung der letzten Wochen ist der Raps weitergewachsen. Schließen Sie, soweit noch nicht geschehen, jetzt Herbizidmaßnahmen gegen Kamille, Kornblume & Ausfallgetreide ab.

Kontrollieren Sie den Rüßlerzuflug weiter mittels Gelbschale und wägen Sie die Behandlungen je nach Befall ab.

Für Maßnahmen gegen Rapsglanzkäfer sind die meisten Knospenanlagen noch nicht weit genug entwickelt. Produkt der Wahl wäre unter Umständen ein Plenum, zumal sich in diesen Tagen die letzte Einsatzmöglichkeit dieses B1- Produktes im Raps vor dem Ablauf der Zulassung anbietet.

Einkürzungen können wie gewohnt ab einer Wuchshöhe von 20 cm erfolgen, wobei die zu erwartende Witterung die Wirkung unterstützt. Denken Sie an den Borzusatz!
Einkürzungsmaßnahmen im früh gesäten Winterweizen können dieser Tage mit 1,0 – 1,5 l/ha CCC mit Mikronährstoffzusatz (z.B. 1 kg/ha Hordisan) erfolgen.

27.02.2019
Unsere Kundenbetreuer melden: Feldkontrollen sind unerlässlich!
Haben Sie Ihre Felder im Blick? Wir sichten Rüssler im Raps und Ackerfuchsschwanz und Windhalm im Wintergetreide. Pflanzenschutzmaßnahmen sollten Sie jetzt nicht auf die lange Bank schieben. Setzen Sie sich bei Fragen gern mit uns in Verbindung!

Rudolf Peters Landhandel

Abteilung Pflanzenschutz