Aktuelle Pflanzenschutzhinweise

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz. Diese Hinweise werden (in der Saison) wöchentlich erneuert. Konkrete Hinweise zur Schädlingssituation im Raps für Ihre Anbauregion finden Sie auf der Internetseite des  Rapool-Ringes. Die Krankheitsbonituren (Blattkrankheiten) für Zuckerrüben finden Sie während der Saison (Juni – September) unter  LIZ-online.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen müssen die aktuelle Zulassung und insbesondere die Abstandsauflagen beachtet werden. Die Produktbeschreibung als Beipackzettel ist vor dem Einsatz der Pflanzenschutzmittel durchzulesen und zu beachten, die unterschiedlichen Auflagen der Bundesländer sind zu berücksichtigen.

29.06.2020
Die Kartoffel bedarf einer genauen Beobachtung in diesen Tagen. Das bisherige Infektionspotenzial mit Krautfäule und das begünstigende Wetter sorgen für einen weiterhin sehr hohen Infektionsdruck in der Kartoffel.

Die beste Kurativwirkung haben unserer Erfahrung nach cymoxanilhaltige Präparate (Curzate M, Tanos). Aus diesem Grund eignen sich diese Fungizide besonders zur Stoppspritzung (sporulierende Krautfäule vorhanden), dann allerdings als Tankmischung mit der vollen Aufwandmenge von Shirlan (z. B. Tanos 0,7 kg/ha + Shirlan 0,4 l/ha). Wiederholen Sie bei anhaltend günstigem Krautfäule-Wetter die Spritzung nach sechs bis acht Tagen. Nachteil der cymoxanilhaltigen Fungizide ist die im Vergleich zu den anderen teilsystemischen Mitteln um etwa zwei bis drei Tage kürzere Wirkungsdauer. Wollen Sie keine bösen Überraschungen in Phasen mit hohen Krautfäuledrucks erleben, sollten Sie dies unbedingt berücksichtigen.

Sobald kein nennenswerter Blattneuzuwachs mehr stattfindet, etwa ab der Kartoffelblüte, leisten auch Shirlan und Ranman Top unter hohem bis mittlerem Infektionsdruck gute Dienste.

Berücksichtigen Sie auch das Infektionspotential durch den Schwächeparasiten Alternaria. Durch Hitze- und Trockenstress, abwechselnd mit Niederschlägen wird das Infektionsgeschehen begünstigt. In diesen Fällen ist eine Behandlung mit Difenoconazol-haltigen Produkten (Narita/Revus Top) ratsam.

15.06.2020
Wieder sind die Niederschläge regional schlecht verteilt, örtlich auch mal wieder zu viel. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen bestätigen sich jedoch die Empfehlungen der letzten Woche, eine zeitnahe Beurteilung bezüglich Sorte, Vorfrucht, Saatverfahren und Entwicklungsstand des Weizens vorzunehmen, um ggf. Behandlungen einzuleiten und so Fusariosen im Endstadium der Vegetation zu verhindern.

Prüfen Sie in dem Zusammenhang auch den Termin und die Aufwandmenge der letzten Azolanwendung im Weizen (volle Aufwandmengen bieten max. 14 Tage Schutz!). In ungeschützten Beständen oder bei auslaufendem Fungizidschutz und aktueller Witterung drohen neue Rostinfektionen! Wir empfehlen hier zeitnah eine Nachlage, z. B. mit Osiris. Eine Kombination mit einem Insektzid ist denkbar.

In vielen Kartoffelbeständen läuft diese Woche die zweite Fungizidmaßnahme. Um den Knollenansatz zu fördern, empfehlen wir aktuell eine Ergänzung mit 1 l/ha BioSprint oder einer Nährlösung mit Nova MAP 12/61 mit 5 kg/ha in 300 – 500 l Wasser.

Dort wo aktuell keine Behandlungstermine anstehen, anbei noch ein Hinweis zur Feldhygiene:
Da sich vielfach in dünnen Getreidebeständen nesterweise Unkräuter oder Ungräser etabliert haben, kann es auch zweckmäßig sein, diese mit dem Mulcher zu beseitigen, bevor sie aussamen.

Insbesondere die Ausbreitung der Trespen ist auffällig! Insgesamt gilt es gerade den Ungräsern am Feldrand mehr Beachtung zu schenken, zumal die Grenzwerte für Mutterkorn auch im Weizen bis 2022 weiter gesenkt werden. Gräser fungieren in diesem Fall als Zwischenwirt.

08.06.20
Die Gefahr von Ährenfusariosen ist noch nicht gebannt. Die wechselhafte Witterung in der Blüte des Weizens kann je nach Vorfrucht und Saatverfahren noch leicht zu Infektionen führen.

Vielfach wurde aufgrund geringer Ausgangspopulationen hinsichtlich Rost, Mehltau oder Septoria doch die ein oder andere Durchfahrt eingespart. Dennoch, wir raten Ihnen, prüfen Sie unter aktuellen Bedingungen jeden Schlag!

Unsere Schwerpunktempfehlung für die Abschlussmaßnahmen im Weizen:

1,0 – 1,5 l/ha Osiris + 2 l/ha RPL-Schwekraft, oder

0,8 – 1,0 l/ha Magnello + 2 l/ha RPL-Schwekraft

wichtig ist diese Maßnahme auch für den Fall, dass vor 14 Tagen bereits eine Packlösung appliziert wurde. In solchen Fällen ist die Ergänzung des Azolanteils elementar für die aktuelle Befallssituation.

Neben Getreidehähnchen sind anfänglich auch Blattläuse  zu finden. Ein nützlingsschonendes Produkt mit langer Dauerwirkung kann hier Teppeki mit 140 ml/ha im Weizen sein.

Bei dem Wechsel zwischen den Kulturen wurde in den letzten Tagen wieder deutlich, wie wichtig eine gewissenhafte Spritzenreinigung ist. Darum hier noch einmal der Hinweis darauf.

Unsere Empfehlung hier: 0,5 l Lotus Tankclean je 100 l Spülflüssigkeit

Nach örtlichen Starkregenereignissen hat auch so mancher Maisbestand Schaden genommen. Zur Vitalisierung empfehlen wir sowohl in Mais als auch in anderen Hackfrüchten, die zweimalige Anwendung von BioSprint mit 1l/ha zu nutzen, um die Regeneration des Blattapparates zu fördern oder es in Mais und Rübe mit der anstehenden Bordüngung zu kombinieren.

02.06.2020
Die Sommergerste auf den leichten Standorten kommt aktuell mit ersten Ähren bzw. befindet sich im Grannenspitzen. Auf Beregnungsstandorten stellt sich abschließend die Frage der Nachkürzung.

Als Abschlussmaßnahme empfehlen wir aktuell:

Revytrex & Comet - nach Ende der Opti-Ära die wirksamste Fungizidkombination gegen Netzflecken und Ramularia in der Gerste. Die Aufwandmenge der Abschlussmaßnahme sollten Sie je nach Vorlage und Intensität bei 1,25 l/ha Revytrex und 0,4 l/ha Comet wählen. Weitere Reduktionen sind aus Sicht der Resistenzvorbeuge zu vermeiden.
Achten Sie vor der Behandlung auf den Besatz mit Getreidehähnchen. Ist der Fensterfraß deutlich wahrnehmbar, so empfielt sich der Zusatz eines Pyrethroides.

Der Mais wächst angesichts der aktuellen Wärmephase. Nutzen Sie diese Tage mit geringen Tag-/ Nachtdifferenzen, der guten Wachsschicht und ohne Wasser in den Tüten für die gute Verträglichkeit noch notwendiger Herbizidmaßnahmen in der Nachlage.

Aufgrund der zunehmenden Blattmasse wird mehr Wirkstoff, auch von den Kulturpflanzen, aufgenommen. Um diesen möglichst schnell wieder abzubauen, empfehlen wir den Zusatz von 1,0 l/ha BioSprint bei allen Herbizidmaßnahmen ab dem 4-Blattstadium des Maises.

Wo Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, entsteht auch Verpackungsmüll. Leere Pflanzenschutz-mittelbehältnisse können Sie in den kommenden Wochen im Rahmen der bekannten PAMIRA – Sammlungen entsorgen. Am 10.06. finden beispielsweise zeitgleich Sammlungen in Buchholz, Scharnebeck und Brunstorf statt. Den nächsten Sammelpunkt in Ihrer Nähe finden Sie unter:  www.pamira.de

25.05.2020
Flächen mit einer VA–Herbizidvorlage überzeugen aktuell! Mit zunehmendem Unkrautdruck und Größe der Kulturpflanzen sind jetzt auch wieder die üblichen Spielregeln zum Herbizideinsatz im Mais zu beachten:

  • bei blattaktiven Wirkstoffen unbedingt auf eine gute Wachsschicht achten, min. 1 Tag Sonne
  • Sulfonyle bedürfen oft eine Antrockenzeit von min. 4 Stunden, aufgrund der Verträglichkeit diese nur einsetzen, wenn sie kein Wasser mehr in den Tüten haben
  • Herbizideinsätze bei hohen Tag-/ Nachtschwankungen und Temperaturen > 25 Grad vermeiden, gleiches gilt für Wind, um keine Spritzschäden an Nachbarkulturen zu riskieren

Aktuell sind schwerpunktmässig die dikotylen Beikräuter und erste Hirsen auszuräumen, eine Empfehlung kann sein:

1,5 l/ha Spectrum Gold & 1 l/ha Nagano

Bei grösseren Hirsen oder Weidelgräsern favorisieren wir alternativ auch das:

Elumis Triumph Pack für 4 - 5 ha

Steht Kartoffeldurchwuchs im Vordergrund, ist jetzt als Vorlage 1,5 l/ha Caluma (Mesotrione) kombiniert mit Bodenpartner einzusetzen. Eine Nachlage ist für das 6-8 Blattstadium schon jetzt einzuplanen um auch die Nachläufer und Tochterknollen später mitzuerfassen.

Wie letzte Woche bereits erwähnt, wird es nun dringend, wo noch nicht geschehen die Sommergerstenbestände mit einem Fungizidschutz gegen Rhynchosporium und Netzflecken abzusichern.

Neben dem Einsatz von Input Triple sind weitere Azolpräparate zu empfehlen. Fragen Sie gern Ihren Kundenbetreuer nach Individualempfehlungen, auch unter dem Gesichtspunkt, dass der Vorverkauf von epoxiconazolhaltigen Produkten am 30.10.20 ausläuft und Sie jetzt noch Strategien mit Ihren Lagermengen besser planen und optimieren können.

18.05.20
Die Herbizidmaßnahme im Mais sollte im 2-4 Blattstadium erfolgen – in den meisten Fällen ist das jetzt der Fall. Durch die kalten Nächte der vergangenen Woche ist der Mais ohnehin gerade gelb. Wenn Sie zeitnah behandeln, „steht“ Ihr Mais nur einmal und wird bei den jetzt wieder wärmeren Temperaturen zügig wieder durchgrünen. Folgende Varianten sind für viele Situationen geeignet:

a)    Standardverunkrautung: 1.50 l/ha Spectrum Gold + 1.00 l/ha Nagano

b)    Bei höherem Gräserdruck: 1.25 l/ha Elumis + 2.50 l/ha SuccessorT

c)    Wasserschutzgebiet: 0.25 l/ha Zingis (+1.75 l/ha Mero) + 0.75 l/ha Spectrum

Der Zusatz von 1.00 l/ha Biosprint oder Zeamin mindert deutlich die Stressreduzierung durch Herbizide und fördert ein schnelleres Durchgrünen

Da der Roggen vielerorts bereits die Ähren geschoben hat, empfiehlt es sich jetzt über die Abschlussbehandlung nachzudenken, eine Behandlung vor der Blüte beugt einem Pollenbelag auf den Blättern vor. Achten Sie bitte nochmals auf das Auftreten von Thripse und Getreidehähnchen (bei Überschreiten der jeweiligen Schadschwelle Zusatz von 0.075 l/ha Karate Zeon).

Unser Schwerpunkt hier: 0.60 l/ha ElatusPlus + 0.90 l/ha Plexeo (Pack 5 l +7,5 l)
In „Beregnungsbraugersten“ steht Ende der Woche die erste Einkürzung mit Fungizid an - Empfehlung hier:

0,40 kg/ha Prodax + 0.60 l/ha Input classic oder 0.75 l/ha Input triple
11.05.20
Der regionale Nieselregen begünstigt Neuinfektionen oder die Ausbreitung von Mehltau und Gelbrost. Betroffen sind vielfach Weizen- und Triticalebestände, welche vor dem 10. Oktober gesät wurden und in den letzten Wochen beispielsweise mehrfach unter Trockenstress gelitten haben.

Kontrollen sind anzuraten. Mehltau im Weizen kann mit Property als Soloprodukt oder mit Revystar und Flexity wirkungsvoll ausgeräumt werden. Zusatzeffekt beim Letzteren wäre die komplexe Absicherung der ertragsrelevanten Blattetagen gegen Septoria und in Befallsregionen auch gegen Halmbruch. Gelbrost lässt sich mit einfacheren Azolvarianten kontrollieren.

Abschlussmaßnahmen im Roggen sollten Sie, sofern kein Befall mit Braunrost sichtbar ist, möglichst noch schieben. Wir empfehlen den Abschluss erst kurz vor Blühbeginn, um eine möglichst lange Dauerwirkung und eine gute Anhaftung der Produkte zu erzielen, bevor der Pollenstaub sich auf den Blättern ablagert.

Unsere Empfehlung: 0,6 l/ha Elatus plus + 0,9 l/ha Plexeo (Pack reicht somit  für 7 – 10 ha)

Anbauausdehnungen im Kartoffelsegment, Trockenheit der abgelagerten Dämme, die Suche nach Alternativlösungen – hier kann Metric im Vorauflauf helfen, denn Clomazone hat zwar viele Auflagen, aber auch den Vorzug mit geringen Bodenfeuchtegehalten eine gute Wirkung zu erzielen.

Ansprüche an die steigende Bodenfeuchte von gering bis hoch:

Aclonifen/Clomazone < Metribuzin/ Metobrumuron < Prosulfocarb < Flufenacet

Eine Empfehlung hier: 1,5 kg/ha  Metric & 2,5 l/ha Bandur

Abschließend noch etwas zu Kartoffeln: Neben Durchwuchskartoffeln im Getreide, beobachten wir auch jetzt schon die ersten Kartoffelwellen im Mais, wobei dieser in Einzelfällen noch nicht mal aufgelaufen ist! Wichtig hier, die Kartoffeln kommen auf unterschiedlichen Tiefen. Warten Sie bis ausreichend Blattmasse entwickelt wurde. Gute Erfahrungen haben wir mit einer hohen Aufwandmenge der Triketone z.B. 1,5 l/ha Caluma (Callisto) gemacht. Alternativ in Zuckerrüben–Fruchtfolgen besser die Alternativlösung mit Laudis 2,25 l/ha einsetzen. Eine Nachlage ist in beiden Fällen bei Neuaufschlag erforderlich - es sei denn, es folgt eine Hackvariante.

04.05.20
Da der langersehnte Regen vielerorts doch recht gleichmäßig verteilt niederkam, ergibt sich daraus jetzt eine Vielzahl von Maßnahmen, welche wir hier kurz skizzieren:

  • Wo die Gerste noch nachgekürzt werden soll, ist mit dem Erscheinen der Grannen der letzte Termin erreicht. Ein Schutz gegen Rhynchosprium und Netzflecken muss weiter forciert werden. Wo eine Einmalmaßnahme geplant ist, z.B. mit Aviator Xpro & Amistar Opti, jetzt zeitnah umsetzen! Wo eine Vorlage noch Schutz bietet, gilt es noch abzuwarten, um die Dauerwirkung der Abschlussmaßnahme noch weiter zu verlängern.
  • Im Roggen erscheint es aktuell für eine Abschlussmaßnahme noch zu früh - dies kostet Dauerwirkung. Eine Zwischenlage mit Tebuconazol oder mit dem vorgekauften Capalo kann in reduzierter Aufwandmenge aktuell gut mit einer Nachkürzung (vorzugsweise Ethephon) oder einer Nachlage gegen Knöterich (z.B. mit 0,5 l/ha Tomigan 200) kombiniert werden. Thripsenaufkommen in Blattscheide und Ähre im Vorwege bitte ebenfalls prüfen. Bei mehr als 3 Thrips je Pflanze Karate Zeon einsetzen, um eine größere Schartigkeit an der Ähre zu verhindern.
  • Im Weizen war bis dato wenig Septoria zu finden, dennoch sollte jetzt ab EC 32 eine Ausbreitung z.B. mit Ampera 1,5 l/ha verhindert werden. Diese Maßnahme deckt die Segmente Halmbruch und Gelbrost (regional doch schon mehrfach gefunden) gut mit ab. Die Kombination mit einer Nachkürzungsmaßnahme sollten Sie aufgrund der zu erwartenden Nährstoffschübe (Umsetzung der 2. N-Gabe und aus Organic) aktiv hinterfragen. Die Nachlage gegen Kamille und Knöteriche sollten Sie im Vorwege ebenfalls prüfen.
  • Soweit noch nicht geschehen, empfehlen wir die Herbizidmaßnahmen in der Sommergerste - jetzt wo die meisten Unkräuter aufgelaufen sind - zum Abschluss zu bringen, bevor die Gerste die Unkräuter vollends abschirmt (s. den Hinweis vom 26.04.20).

26.04.20 Rapsblütenspritzung & Herbizide im Sommergetreide
Die Rapsbestände sind durch späte N-Düngung oder fehlende N-Verfügbarkeit oft sehr Haupttriebsbetont und wenig verzweigt.

Andere wiederum zeigen Frostrisse auf oder der Frost hat gar zur Schädigung der Ertagsanlagen geführt. Reduktionen am Haupttrieb durch Glanzkäferfrass oder Frosteinwirkung können jedoch von gut entwickelten Seitentrieben noch immer kompensiert werden, wenn wir zeitnah ausreichend Regen bekommen. In diesem Fall rechnen wir mit einer langanhaltenden Blüte, da die Planze die ihr zur Verfügung stehenden Nährstoffe durch die Trockenheit bisher nicht vollständig umsetzen konnte.

Da die Glanzkäfer jetzt mit Blühbeginn des Rapses eher bestäubungsfördernd wirken, richten sich anstehende Insektizidmaßnahmen eher nach dem Auftreten der Schotenschädlinge.
Die Anwendung von Biscaya ist dieses Jahr letztmalig möglich, prüfen Sie vorab Ihre Restbestände und verwerten diese bei Befall. Je dünner und schwächer der Rapsbestand ist, desto intensiver muss der Zuflug beoabachtet und bereits bei geringem Befall auch gehandelt werden, denn es zählt jede einzelne Schote!

Ziehen Sie Insektizidbehandlungen je nach Befall und Ertragserwartung vor. Um Bienenschäden zu vermeiden, sprechen Sie vorab mit Ihrem Imker und führen Sie die Maßnahme nur nach Ende des Bienenfluges durch, wobei ein Mehr an Wasser den Bekämpfungserfolg steigert.

Durch die kühle Witterung der letzten Wochen ist die Größe des Rapses dieses Jahr gering. Es entstehen auch weniger Fahrspurverluste, was sowohl für eine doppelte Durchfahrt spricht oder aber auch eine zusätzliche Insektizidmassnahme gegen Blütenschädlinge in schwachen Rapsen umsetzen lässt.

Angesichts der aktuell geringen Luftfeuchte ist eine Sporenkeimung der Sklerozien nicht möglich. Eine geplante Blütenbehandlung sollten Sie entsprechend möglichst weit nach hinten positionieren, bis zu erwartende Niederschläge eintreten, gegebenenfalls auch Massnahmen trennen.

Erfahrungen aus 2007 belegen, auch bei späten Infektionen sind hohe Ertragseinbußen durch fehlende Blütenspritzungen im Raps möglich. Gleiches könnte uns auch in 2020 widerfahren. Warten Sie unter aktuellen Gegebenheiten möglichst lange mit den entsprechenden Maßnahmen. Die Blütenspritzung ist eine Versicherungsmaßnahme und kann nur im Vorwege einer Infektion helfen. Beurteilen Sie die Gefahrenlage nach den Niederschlägen neu. Je nach Bestand macht auch eine reduzierte Massnahme z.B. 1 ltr. / ha Custodia oder 0,8 ltr./ ha Efilor Sinn, bedenken Sie bei einer einsetzenden Nährstoffnachlieferung haben wir auch das Potenzial für eine langanhaltende Blüte.

Ein weiteres Thema in dieser und kommender Woche wird der Herbizideinsatz im Sommergetreide sein - hier geht es oft um Wuchsstoffe. Diese müssen die Unkräuter, die aufgelaufen sein müssen aber nicht von den Kulturpflanzen beschattet sein dürfen, treffen.

Aufgrund der neuartigen Formulierung empfehlen wir:

0,8 - 1,0 l/ha Omnera LQM + 1,0 l/ha MCPA

Zugelassen ist Omnera in Winter- und Sommergetreide, ausgenommen im Hafer.

Die Kombination von Wuchsstoffen und Manganprodukten hat bereits oft zu Problemen geführt, deshalb empfehlen wir den Soloeinsatz und die Maßnahme zu trennen.

15.04.20 Kürzungsmaßnahmen
Die sonnigen Ostertage sind passe! Vorerst bleibt es kühl und trocken! – Anbei einige Tipps für anstehende Einkürzungen in der Wintergerste:

In frühen Beständen welche sich bereits in EC 32 befinden ist dieser Tage mit noch ausreichend Bodenwasser eine Maßnahme mit 0,4 – 0,6 ltr./ha Prodax zu empfehlen, Prodax wirkt schnell und nachhaltig auch unter diesen kühlen Bedingungen! Kürzungen wachsen aber auch aus - Nachlagen sollten dementsprechend in 14 -17 Tagen erneut geprüft werden!

Einkürzungsmaßnahmen sollten bei Temperaturen oberhalb 12°C, besser 15 °C erfolgen, Trinexapac-Produkte benötigen vor allem eine hohe Einstrahlung sind milder für die Pflanze, aber auch zögerlicher in Ihrer Anfangswirkung, diese empfehlen wir dort wo es für eine Einmalbehandlung aktuell noch zu früh erscheint!

Infektionskrankheiten in der Gerste treten aufgrund der geringen Niederschläge nur selten auf, Ausnahme: Zwergrost in einigen Sorten mit erhöhter Anfälligkeit! Zwergrost ist vergleichbar mit dem Gelbrost im Weizen und mit 0,5 ltr./ha Folicur bzw. Orius einfach zu bekämpfen.

Sollte auch nach den Frostnächten noch Mehltau in dichten Beständen eine Rolle spielen, so kann mit 0,4 ltr./ha Property auch diesem Befall in der Gerste entgegengewirkt werden!

Um die Fungizidplanung in der Gerste weiter abzusichern, raten wir den Vorkauf bis zum 30.04.20 eines chlorthalonilhaltigen Opti-Packs vorzunehmen! Das darin enthaltene Amistar Opti, ist die letzte noch verfügbare Wirkstoffkombination mit der aktuell stärksten Ramulariawirkung!

Neben Elatus Era Opti, empfehlen wir vorrangig Gigant Opti und auch Aviator Xpro Opti jetzt zur Abschlussbehandlung der Gerste vorzukaufen, ein Einsatz muss dann bis zum Ende der Aufbrauchfrist zum 20.05.20 erfolgen.

Wo Befahrbarkeit, Arbeitsspitzen oder Engpässe in der Kalklogistik eine frühzeitige Kalkung zu den Sommerungen verhinderte bieten wir jetzt, aktuell noch trockene Lagerware vom Granukal zur Kopfkalkung an. Granukal ermöglicht noch im Bestand eine Kalkgabe in gekörnter Form  für ein gleichmäßiges Auflaufverhalten, eine bessere Nährstoffeffizienz und Durchlüftung des Oberbodens!

Vorrätig halten wir den Granukal z.T. auch mit Schwefel in den Niederlassungen: Lemgrabe, Garstedt, Winsen/Luhe & Marschacht.

30.03.20
Auch wenn die Wechselfröste der vergangenen Tage mal kurz Pause machen, es ist noch nicht vorbei!

Vielfach standen die Kulturen bis zum Wochenbeginn noch auf wassergesättigten Böden, zu beobachten auch an der geringen Wurzelneubildung – Herbizidmaßnahmen insbesondere gegen Gräser sollten bei mittelfristigen Tagestemperaturen > 8°C durchgeführt werden. Die kühle Witterung hemmt sowohl Kulturpflanzen, wie auch Beikräuter merklich im Wuchs, so das Sie die Frostperiode bis zum Ende der Woche noch abwarten sollten, damit die Getreidepflanzen den Wirkstoff dann auch zügig abbauen können!

Für den Fall einer abfallenden rel. Luftfeuchtigkeit sichern Sie die Wirkung Ihrer Gräserherbizide durch Zugabe von weiteren Additiven wie z.B. Trend oder Beiselen Top Optiwett CS7, ab!

In gestressten Beständen (durch Spätsaat, Verschlämmungen -> O² - Mangel, späte Andüngung, Nährstoffverlagerungen oder Frost) empfielt es sich, auch Vitalisierungsmaßnahmen mit Bittersalz und Mangansulfat/ -nitrat bis zum kommenden Wochenende zu schieben!

Dann lautet unsere Empfehlung:

10 – 30 ltr./ha AHL + 5kg/ha Bittersalz + 1 kg/ha Hordisan oder 1,5 – 2 ltr./ha Mix pro SL (mit Mn, Cu & Zn)

Wenn sich die Getreidebestände regeneriert haben, bieten Striegel- und Walzgänge auch probate Alternativen unter trockenen Kurztagsbedingungen die Einzelpflanzenentwicklung zu fördern.

Düngen Sie jetzt Ihre Getreidebestände weiter! Vorzugsweise mit KAS, Sulfan oder auch AHL, sofern Sie in der Andüngung noch keine 90 – 100 kg/ha N verabreicht haben! Die kühle Witterung oder auch die trägen schweren Marschböden, mindern den befüchteten N-Schub stark ab! Wichtig ist, das der Stickstoff gelöst und somit pflanzenverfügbar ist, für den Fall das weitere Niederschläge ausbleiben!

Rapsbehandlungen soweit noch nicht geschehen, insbesondere Azolkombinationen (auch gegen Frostrisse!) sollten jetzt mit höheren Bor – Gaben, z.B. mit Bolero ( Ziel: 500 -600 g Bor bis zur Blüte!) und ohne Insektizid vollzogen werden. Die örtliche Überwachung des Käferneuzuflugs bleibt dann, bei ansteigenden Temperaturen wieder unerlässlich! Dennoch die meisten Rapsbestände befinden sich in vollem Knospenstadium und sind vielfach schon Ende März mit blühenden Alt-Rapsen besetzt! Eine Anwendung von Avaunt oder weiteren B1- Produkten entfällt somit gänzlich!

Aktuell sind in weiten Teilen unseres Gebietes erste Zuckerrüben- und vielfach auch Sommer-getreideschläge bestellt! Planen Sie anstehende Maßnahmen frühzeitig, sprechen Sie mit unseren Vertriebskollegen und ordern Sie planbare Betriebsmittel aufgrund der aktuellen Hemmnisse mit Vorlauf!

16.03.2020
Die frühlingshafte Witterung der letzten Tage lässt hoffen. Dennoch ist es für die Rapsschädlinge in den meisten Fällen noch zu feucht, zu windig und zu kalt gewesen. Kontrollen über den Zuflugsbeginn sind über eigene Gelbschalen unerlässlich.

Wo die Befahrbarkeit jetzt endlich gegeben ist, sollten Sie unbedingt die N- Düngung im Raps zum Abschluss bringen. Die oft wassergesättigten Böden lassen eine schnelle N-Mobilisation erwarten – hier sollten Sie zeitnah, so wie in dichten Beständen, eine erste Einkürzung vornehmen.

Mittel der Wahl:
0,5 – 0,8 l/ ha Carax (für eine schnelle Einkürzung) oder 0,8 – 1,0 l Orius zur Einkürzung und aufgrund der mild-feuchten Wetterlage zur Reduktion des Phomabefalls am Stängel

Vor einem geplanten Glyphosat-Einsatz in Zwischenfrüchten vergewissern Sie sich, dass sich in den betreffenden Schlägen keine blühenden Pflanzen befinden. Ansonsten schließt sich die Maßnahme aus, da die Anreicherungen des Wirkstoffes später im Honig nachzuweisen sind!

Die Wintergerste spiegelt aktuell ein eher gelbliches Bild wider, bis jetzt in diesen Tagen der erste Stickstoff zieht. Da aber auch Thypula und Netzflecken zu finden sind, erscheint eine Spurennährstoffgabe zur Vitalisierung jetzt zum Saisonstart dringend empfohlen.

Unsere Empfehlung: 1,0 – 1,5 kg Hordisan oder 5 kg Bittersalz + 1,5 -2,0 l Mix pro SL

Da witterungsbedingt im Herbst oft eine Kalkgabe eingespart wurde, halten wir u.a. an den Standorten Garstedt, Lemgrabe und Marschacht gekörnte Kalkformen (Granukal z.T. mit S) für Sie bereit, damit Sie einen Kalkausgleich im oft ausgewaschenen Oberboden der Kulturen vornehmen können.

Die aktuelle Situation lähmt nicht nur das öffentliche Leben. In höchstem Maße eingeschränkt ist auch der freie Warenverkehr, insbesondere auch die Belieferungen der Industrie mit Betriebsmitteln. Hier der Hinweis: Schon heute planbare Vorkäufe bereits frühzeitig zu disponieren, um zur Bedarfszeit versorgt zu sein! Haben ist erfahrungsgemäß besser, als brauchen!

02.03.2020 - Befahrbarkeit ist „alles!“
Trotz aller Warnungen vor Rapsschädlingen, ist es erstmal wichtig, dass der Boden abtrocknet und die Befahrbarkeit wiederhergestellt werden kann. Zudem werden die zu erwartenden Nachttemperaturen nicht für einen Massenansturm sorgen.
Sobald der Oberboden 4-5 cm abgetrocknet ist, wird die Situation ernster. Regelmäßige Kontrollen der jetzt positionierten Gelbschalen zum Rüsslerzuflug sind dann anzuraten.

Dort, wo noch Herbizideinsätze zum Raps anstehen, ist ebenfalls abzuwägen wie lange diese Maßnahme sich noch schieben lässt. Die Beikräuter müssen auch getroffen werden und der Raps ist bereits am Wachsen. Prüfen Sie vor Maßnahmen mit Korvetto die Auflagen bezüglich des Aminopyralid-Einsatzes, unsere Kundenberater helfen Ihnen gern!

Auch bei der Beseitigung noch grüner Zwischenfruchtbestände ist Bedacht geboten. Oftmals handelt es sich je nach Saattermin um doch sehr mastige Zwischenfrüchte, die eine Vielzahl dikotyler Beikräuter beschatten. Hier ist es vor einer Glyphosatmaßnahme auch überlegenswert, vorab einen Mulchgang einzuplanen, bevor Sie zur chemischen Keule greifen. Unser Schwerpunktprodukt zur Abtötung der ZF auch vor Kartoffeln und ZR ist Landmaster Supreme 480 TF. Mit 1800 g Wirkstoff je ha ist es auch geeignet, schwerbekämpfbare Unkräuter wie Stiefmütterchen, Kamille und Knöteriche mit zu erfassen.
In der Marsch ist bezüglich der Ackerfuchsschwanzbekämpfung im Weizen anzuraten, sich für den 1. Bedarf einzudecken, sodass - wenn die Befahrbarkeit gegeben ist - Sie gleich starten können!
Unsere Empfehlung hier lautet: 330 g/ha Atlantis Flex mit FHS & 30 ltr. AHL bzw. 10 kg SSA - auf undrainierten Flächen ist der Einsatz auch schon vor dem 15.03. möglich!

Wie gesagt  - bei Befahrbarkeit!

25.10.19 - Befahrbarkeit und Herbizide
Wo die Befahrbarkeit es jetzt wieder zulässt ist sofern noch nicht geschehen, die Herbizidmaßnahme im Getreide jetzt umgehend vorzunehmen!

Für noch unbehandelte Septembersaaten mit bereits größeren Ungräsern sollte jetzt auch eine blattaktive Komponente wie Viper Compact oder Axial in der Mischung enthalten sein (Maßnahme mit Berater abstimmen).

Für spätere Saatzeiten aus Anf. Oktober kommen in der Regel die bewährten Herold SC (im Weizen) oder Trinity-Varianten (im Roggen) zum Tragen!

Sofern der Ackerfuchsschwanz das 2 Blattstadium überschritten hat, empfehlen wir im Weizen neben dem geplanten Varianten z.B. Cadou forte Set die Zugabe von 1,2 ltr. Traxxos jeha um auch den größeren Ackerfuchsschwanz wirkungsvoll zu erfassen!

Läuse und Spurennährstoffe

Insbesondere früh bestellte Flächen in Nachbarschaft von jetzt abgeernteten Mais- und Rübenschlägen intensiv kontrollieren. Untersuchungen der LWK zeigen oft eine Virusbelastung der untersuchten Blattläuse. Keine prophylaktischen Einsätze, nur nach Überschreiten der Schadschwelle (10% befallener Pflanzen) mit einem Pyrethroid behandeln! Eine Kombination mit anstehenden Herbizidmaßnahmen oder Spurennährstoffgaben wie z.B. 5 kg Bittersalz & 2 ltr. Mix pro SL oder auch 1-1,5 kg Hordisan je ha sind möglich!

07.10.19
Nach knapp 100 mm Niederschlag in der Vorwoche und einem trockenen Wochenende bleibt nun in unserer Region abzuwarten was kommt.

Wo der Mais bereits abgeerntet ist, gilt es nun die nachgebliebenen Stoppeln zu zerkleinern! – Umso den Zünstlerlarven keine Überwinterungsmöglichkeit zu bieten!

Die Befallssymptome für das Auftreten und die Ausbreitung dieses rel. neuen Schädlings waren bei den Feldtagen in regional unterschiedlicher Stärke, aber dennoch überall sichtbar! Es gibt wohl grössere Technik als im rechten Bild, wichtig ist aber, es zu machen & wichtig ist auch - jeder muss etwas unternehmen, in welcher Form ist nebensächlich!

Wo der Raps gut aufgelaufen ist, bietet sich jetzt, ab 80 % Bedeckungsgrad des Bodens auch eine Kürzungsmaßnahme mit Carax oder Orius 0,7 -1,0 ltr./ha an, kombinierbar ist dieses auch mit allen Gramminiziden und auch Bolero 0,6-0,8 ltr./ha zur bedarfsgerechten Borversorgung!

Sollte zuvor das neue Herbizid Belkar verwandt worden sein, so ist hier Metconazol zu vermeiden und zu anderen Tebuconazol-haltigen Präparaten ein Abstand von min. 7 Tagen einzuhalten!

Sofern in der Marsch bereits tonige Standorte für die Weizenaussaat vorbereitet wurden, nutzen Sie den zeitlichen Verzug der Bestellung bei Befahrbarkeit vor der Saat jetzt für die Abtötung der aufgelaufenen Ackerfuchsschwanzpopulationen, mit einem Glyphosat wie z.B. Landmaster Supreme 480 TF, ist ein Vorlauf von 2 Tagen bis zur Aussaat ausreichend!

23.09.2019
Auch die frühe Maisernte veranlasst dieser Tage immer mehr Praktiker, ähnlich früh auch mit der Bestellung der Wintergetreideflächen zu beginnen - aber:

- ist die warme Witterung nicht auch gefährlich zumal auf Afu - Standorten dann schon wieder früh sich die Ungräser etablieren können?

- Die virusübertragenden Blattläuse, sich mit der Maisernte an jedes Getreidebüschel heften um dann in die neuen Saatbestände umzusiedeln? – Erhebungen der Beratungsträger weisen doch höhere Anteile an Virusträgern auf!

- Für eine umfasste Herbizidleistung der Bodenherbizide ist auch in diesem Jahr wieder eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit von Nöten, eine Überlegung diesbezüglich wäre die Saattermin soweit arbeitswirtschaftlich machbar nochmal einige Tage nach hinten zu verlegen!

Unsere Empfehlungen für Gerste & Weizen:

- in der Geest wären:  0,3 ltr./ha Herold + 1 ltr./ha CTU ,

- oder auf drainierten Flächen: 0,8 -1,0 ltr./ha Bacara forte

- in der Marsch, letztmalig: Cadou forte Pack 1,05 ltr./ha + 2ltr./ha Prosulfocarb (Boxer etc.)

Gewässerabstand 1m! , aber detailierte Auflagen gem. Gebrauchsanweisung beachten!

Flufenacet-Produkte unterscheiden sich aktuell auch hinsichtlich Zulassung, Auflagen und Formulierung erheblich, beachten Sie diese auch bei vermeintlichen Sonderangeboten!

Für Maßnahmen im Roggen gerne bis 3 Blatt warten, Saattiefe und Bodenabdeckung beachten!

Auf undrainierten Flächen in der Geest wäre 0,8 ltr./ha Viper + 1ltr./ha CTU eine Empfehlung auch gegen Ausfallraps und Kornblumen!

Für andersartige Fragestellungen wenden Sie sich auch gerne an unsere Vertriebsmitarbeiter in den einzelnen Regionen!

02.09.2019
Zu früh und auch teuer,…

Rationsumstellungen, Sparvarianten in allen Ehren, Grundfutter ist vielerorts aktuell knapp und auch teuer!

Doch nicht erntereifer Mais ist ebenfalls teuer, auch Mais, von kleinen Flächen, ohne oder nur mit kleinem Kolben bringt weder Menge noch Milch!

Hier noch ein Gedanke zur Neuanssaat von Grünland- oder Futterflächen, die frühen Weidelgrasmischungen überzeugten nach 2 trockenen Sommern nur selten, meist konnte der Ertrag nur knapp den Aufwand decken! - Ist der Ansatz nicht auch möglich die Ansaatflächen mittelfristig auch länger zu nutzen und so die höheren Saatkosten zu verteilen?  - 5 Schnitte können in den Folgejahren möglich sein, das schafft Reserven und bietet auch gute Möglichkeit sowie den Freiraum, andere Grünlandstandorte notwendig zu erneuern

Es ist vielleicht eine Überlegung wert, besser als wieder Mais oder Roggen!

26.08.2019
… und, war es das jetzt - mit der Rapsaussaat?

Die letzten Jahre waren hinsichtlich der Ertragssicherheit und dem monetären Beitrag zum Betriebserfolg im Rapsanbau nicht rosig, vielleicht waren Herbizidauflagen, - unverträglichkeiten oder Insektizidresistenzen auch Gründe diesen Produktionszweig zu reduzieren oder gar zu verlassen?

Aber haben Sie auch mal an den Vorfruchtwert des Rapses für Ihren zukünftigen Weizen und die bessere Durchwurzelung des Bodens nachgedacht? - Oder die Alternativen auf Afu- Standorten so das Resistenzmanagement im Raps besser zu nutzen und andere Wirkstoffklassen zur Afu - Bekämpfung einzusetzen?

Fehlt der Raps, folgt mehr Weizen, zumindest auf den besseren Böden, aber vielleicht konnten Sie es auch beobachten, der Krankheitsdruck z.B. Mehltau und auch Gelbrost haben über die letzten Jahre deutlich zu genommen und nun ab 2020 fehlen z.T. auch hier probate Mittel in der Bekämpfung soeben genannter Erreger, aus dieser Betrachtung kein Zeitpunkt die notwendige Vielfalt Ihrer eigenen Fruchtfolge einzuschränken!

Egal, bis zum 05. oder gar 07. September ist noch Zeit, über die zukünftige Rapsanbaufläche zu entscheiden, die Hybriden können es heute leisten, wichtig ist nur Ihr Raps läuft auf! Ein letzter Aspekt kann auch die Verwertung organischer Düngerkomponenten noch im Herbst sein, noch ist es nicht zu spät, wir brauchen nur noch etwas Regen!

Für den Fall, das Mais oder eine andere Sommerung mehr in Ihrem Fokus liegt, denken Sie aktuell doch alternativ auch nochmal über eine Bodenverbesserung durch den Anbau von Zwischenfrüchten nach! – nicht um die Greening-Vorgaben zu erfüllen, sondern Ihrem Produktionsfaktor Boden zu liebe!

12.08.19
Nach der Ernte ist bekanntlich vor der Ernte, trotz der schon längeranhaltenden Trockenphase sollten Sie jetzt nach Abschluss der Erntearbeiten umgehend mit der Bearbeitung der Stoppeln beginnen. Um Wasservorräte zu schonen und um Ausfallgetreide möglichst schnell zum Auflaufen zu bringen empfiehlt sich eine möglichst flache Bearbeitungstiefe.

Gleiches gilt aktuell bei der Bearbeitung der Rapsstoppeln, für Folgefrüchte empfiehlt sich hier auch ein Mulchgang, auch um die Altverunkrautung zu vernichten! Gleichzeitig schaffen Sie so ein gutes, gleichmäßiges Keimmilieu für den Ausfallraps, so daß schlussendlich sich so eine Glyphosat Maßnahme erübrigt.

Mit dem Ausschalten der Alt- und Ausfallrapse unterbrechen Sie gleichfalls die „Grüne Brücke“  bezüglich der Verbreitung der Kohlhernie, Schnecken und Mäusenbefallslagen wie auch der Überdauerung der Kohlfliegen!

08.07.2019
Niedersachsenweit fehlt weiterhin der ergiebiege Regen, selbst Mais verdreht bei knapp 100 cm Wuchshöhe oft schon die Blätter. Dieses Phänomen reicht zum Teil bis an die niederländische Grenze.

Beregnungsgaben in Zuckerrüben halten jetzt auch bei kühlerer Witterung nur wenige Tage vor. Die Hitzewelle der letzten Woche hat vielen Rüben in Vitalität und Blattwerk merklich zugesetzt. Die Verbrennungen an den Blättern zeugen oft davon. Vitalisierungsmaßnahmen mit Bittersalz, Bor und Mangan lassen sich in frühgesäten Zuckerrüben auch gut mit einer anstehenden Fungizidmaßnahme mit z.B. Juwel kombinieren. Wichtig ist hier, dass Sie die Salzkonzentration der Mischung nicht überziehen – kein AHL zusetzen!

Die aktuellen Maßnahmen gegen Krautfäule in Kartoffeln laufen je nach Reifegruppe und Blütenstand zum Teil noch mit Zorvec & Enicade oder wo erforderlich in spätereifenden Sorten auch schon mit Revus Top - dann insbesondere auch gegen Alternaria. Nach der Hauptblüte können Sie dann stärker auf Kontaktpräparate wie Valbon oder Shirlan ggf. mit einer Phomazin Ergänzung umstellen.

17.06.2019
Die teilweise mächtigen Regengüsse vom Wochenende haben unsere Kartoffelschläge vielfach stark  in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise wurden Dämme abgespült, vereinzelt ging auch Hagelschlag nieder.

Diese Bestände gilt es jetzt zeitnah wieder gegen Kraut- und Knollenfäule zu schützen. Unsere Empfehlung aktuell: 0,15 l/ha & 1,5 kg/ha Zorvec Enicade Nzeb, alternativ in kritischen Partien auch 1,6 l/ha Infinito.

Auf den Befall mit Blattläusen ist auch weiterhin in Zuckerrüben zu achten. Die Auswahl an Insektiziden ist eingeschränkt, hier empfehlen wir unter dem Aspekt der Nützlingsschonung bei Erreichen der Befallsschwelle (50 % befallener Pflanzen) 300 g Pirimor Gran. in min. 300 l Wasser je ha. Ein weiterer Aspekt dieser Empfehlung ist, dass die Population der Kartoffelkäfer so geschont wird, dass er die Durchwuchskartoffeln in den Zuckerrübe weiter schädigen kann.

Für durch Hagelschlag und Starkregen geschädigte Rübenschläge empfehlen wir als aktiven Wundverschluss 1,0 - 1,5 l Curamin je ha und dieses ggf. mit der Blattlaus oder Borspritzung zu kombinieren.

11.06.2019
Mit dem Erscheinen der letzten Ähren in der Sommergerste bietet sich eine Abschlussmaßnahme mit Aviator Xpro Opti an. Das Chlortalonil bietet neben der guten Wirkung auf Ramularia auch einen ausgezeichneten Sonnenschutz.
Kontrollieren Sie vor dieser Spritzung Ihre Bestände auf Schaderreger, insbesondere Getreidehähnchen und Blattläuse. Die aktuelle Witterung hat die Populationen entsprechend gefördert! Mischungen bieten sich hier z.B. mit 0,075 l/ha Karate Zeon & 150 g/ha Pirimor Granulat an.

Mit dem Kontakt der Kartoffeln in der Reihe sollte angesichts der aktuellen Witterung auch der Spritzstart in der Krautfäule erfolgen. Unsere Empfehlung hier 2,0 kg Ridomil Gold MZ je ha.

Abschlussmaßnahmen beim Mais sollten dieser Tage bei Temperaturen unter 25 ° C und bei trockenen Tüten erfolgen. Eine Kombination zur Absicherung mit Mikronährstoffen ist anzuraten.

Für Individualempfehlungen nutzen Sie die Fachkompetenz Ihres Kundenbetreuers und sprechen Sie diesen gern an.

03.06.2019
Der Mais gewinnt bei Temperaturen oberhalb 20° C richtig an Farbe und Fahrt. Bestände, welche eine frühe Vorlage erfahren haben, müssen jetzt zeitnah gegen nachlaufende Hirsen, Melde und Knöterich nachbehandelt werden.
Bei Melde und Knöterich bis 2 Laubblättern erreichen Sie mit 0,3 l/ ha B 235 (Bromoxinyl) eine ausreichende Wirkung. Wichtig ist hier eine ausreichende Wachsschicht gerade nach Gewitterschauern.
Sollte das Unkrautspektrum breiter sein, empfiehlt sich die Zugabe auch zur Behandlung kl. Hirsen von 0,5 l/ha Maran/ Callisto oder 1,3 l/ha Laudis, letzteres ist auch weiterhin wichtig in ZR Fruchtfolgen zu beachten.

Aufgrund der Breitenwirkung empfehlen wir in Stripp Till Varianten nach Ackergras oder GPS Nutzung bei Wiederaustrieb 1,25 l Maister Power einzusetzen.

Mit einem zügigen Wuchs des Maises sind auch weitere Maßnahmen gegen den Kartoffeldurchwuchs erforderlich. Je nach Vorlage und Fruchtfolge haben sich hier höhere Gaben der Triketone oder aber auch Maister Power bewährt, da aber oftmals Fruchtfolgeüberlegungen zu beachten sind, sprechen Sie zeitnah direkt mit Ihrem RPL - Kundenbetreuer bezüglich einer betriebsoptimierten Lösung.
Hier ist auf ein Temperaturfenster von unter 25° C zu achten, auch um Stresseffekte im Mais zu reduzieren. Zur Vitalisierung des Maises empfehlen wir ab 6 Blattstadium den Zusatz von 1,5- 2 l Zimab und 2 l /ha Bolero um den hohen Borbedarf des Maises zu decken.

In der Abschlussbehandlung für Sommergerste und -weizen empfehlen wir u.a. jetzt den Einsatz von Aviator Xpro Opti. Nutzen Sie dieses Jahr noch diese o.ä. Chlortalonil Kombination, die Aufbrauchfrist für Chlortalonil endet am 20.05.20. Dadurch geht uns wieder ein bewährter Resistenzbrecher verloren.

20.05.2019
Die wärmeren Temperaturen und die leichten Schauer vom Wochenende gaben den Kulturen wieder etwas Schub.

In der Sommergerste ist jetzt, ab EC 32, Handlungsbedarf bezüglich Fungizidmaßnahmen. Bei dieser wechselhaften Witterung insbesondere gegen Rhynchosporium und Netzflecken z. B. mit 0,5 l/ha Input classic. Auf guten Böden mit sicherer Wasserversorgung sollten Sie auf einem höheren N-Level die Einkürzung nicht vergessen. Mittel der Wahl wären hier Prodax oder Calma, da beide auch in Sommerbraugerste akzeptiert werden.

Vor der Durchfahrt sollten Sie die Bestände dringend auf Blattlaus- und Hähnchenbesatz kontrollieren, um ggf. eine Kombination mit Pyrethroid planen zu können.

Beim Mais sind die Maßnahmen möglichst verträglich zu gestalten, z. B. ist mehr auf Wachsschicht zu achten. Auch sollten die Tüten des Maises ab 2 Blattstadium zum Spritzzeitpunkt kein Wasser enthalten. Gerade in den nächsten Wochen, wo vielfach Kombinationen für die Einmalbehandlung des Maises favorisiert werden, ist bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen darauf zu achten, dass die Zielkräuter über ausreichend Blattfläche verfügen, das soweit alles aufgelaufen ist und die Tempera-turschwankungen möglichst gering sind.

Auf Afu-Standorten ist jetzt bei feuchtem Boden zu hinterfragen inwieweit der Mais auch ohne Sulfonylharnstoffprodukt sauberzuhalten ist, gerade unter Resistenzbetrachtungen sollten im Mais dort Alternativen zum Zuge kommen wie z.B. 4 l/ha Gardo Gold oder 3 l/ha Spectrum Gold.

In der Marsch ist sowohl der Mais als auch der Fuchsschwanz vielfach noch im Keimblattstadium anzutreffen. Eine Zusatzwirkung beider Präparate auf den Storchschnabel ist ebenfalls hervorzuheben.

Abschließend noch eine Anmerkung zum Weizen: Die notwendigen Kontrollen auf Mehltau und Rostbefall sind weiterhin anzuraten! Für gut entwickelten Maisweizen mit einem erhöhten Fusariumdruck steht die Überlegung, vor der Abschlußmaßnahme in EC 61 über die vollgeschobene Ähre (z. B. mit Osiris & Thiokraft) eine Behandlung mit Carboxamid (z. B. Elatus & Plexeo) einzuplanen, um in EC 37/39 das volle Fahnenblatt wirkungsvoll bis zum geplanten Abschluss zu schützen. Auch hier gilt die Kontrolle vorab auf Getreidehähnchen – erste Miniergänge sind leicht zu finden.

15.05.2019
Bringen Sie die Ährenbehandlung in der Gerste jetzt zum Abschluss. Planen Sie, sobald die Ähre halb geschoben ist und bevor das Grannendach die Benetzung der oberen Blätter verhindert, die Abschlussbehandlung ein.

Der Rostbefall in Triticale, Weizen und Roggen setzt sich fort. Aufgrund des nächtlichen Taues sind vielfach bereits gelaufene Rostinfektionen wie Braunrost in Roggen, aber auch Gelbrost in Triticale- und Weizenbeständen aufgebrochen und der Befall ist deutlich sichtbar.

Unsere Empfehlung zur Abschlußspritzung in Triticale und Roggen: Elatus & Plexeo

Planen Sie beim Roggen die Durchfahrt jetzt ebenfalls ein, um noch vor der Blüte ausreichend Wirkstoff auf die oberen Blätter zu applizieren und somit deren Infektion vorzubeugen.

So lange dieser Tage weiter mit Nachtfrösten zu rechnen ist, raten wir dazu anstehende Herbizidmaßnahmen in Zuckerrüben & Mais noch weiter zu schieben, eine Wetteränderung ist zum Wochenende in Sicht. Auch mit Insektiziden gegen Blattläuse in Zuckerrüben sollten Sie mit den Premiumpräparaten warten bis wärmere Bedingungen eine bessere Wirkung versprechen.

06.05.2019
Das kühle wechselhafte Wetter hat das Wachstum der Bestände letzte Woche doch etwas ausgebremst.
Aktuell steht eine Abschlussmaßnahme in der Wintergerste, jetzt wo auch die Ähre getroffen wird, an.
Wir empfehlen neben Aviator Xpro Opti auch das Gigant Opti Pack zur gleichzeitigen Absicherung gegen Ramularia. Dort wo Sie Chlortalonil aufgrund der 5 m Gewässerauflage nicht einsetzen können, sollte die volle Aufwandmenge des Carboxamidproduktes appliziert werden!
Für die Abschlußbehandlung in Roggen & Triticale empfehlen wir jetzt, wo auch hier das Ährenschieben begonnen hat, die Applikation mit  Elatus plus & Plexeo (3.5 MB). Das Pack ist ausreichend für 7 – 8 ha. Die Maßnahme sollte bis zur Blüte erfolgen, um zum einen den Spritzbelag vor der Pollenschüttung aufzubringen und zum anderen die Pflanzen in der Blüte nicht unnötig der mechanischen Beanspruchung in der Fahrgasse auszusetzen - was eventuell auch eine erhöhte Mutterkornpopulation bedeuten könnte.
Der Storchschnabel als Problemunkraut im Mais schreitet auch in unserer Region weiter voran. Aktuell empfehlen wir den frühzeitigen Spritzstart mit einem TBZ-haltigen Produkt, z. B. Gardo Gold. Hier wären 2,5 – 3 l/ha im frühen Nachauflauf von Vorteil. Die Wirkung im Keimblattstadium der Unkräuter ist jetzt auch gepaart mit der entsprechenden Bodenfeuchtigkeit äußerst vorteilhaft.

29.04.2019
Mit dem einsetzenden Regen macht sich neuer Optimismus breit. Hinsichtlich einer abschließenden Nachkürzung dichter Gerstenbestände ist diese Woche eine Maßnahme unabdingbar. Hier bietet es sich je nach Vorlage an, mit einem Fungizid wie Aviator Xpro oder Elatus Era Rhychosporium-Neuinfektionen zu verhindern. Beide Produkte werden auch als Pack angeboten, wobei das Amistar Opti gegen Ramularia erst später auf die halbgeschobene Ähre ausgebracht werden sollte, um sowohl die bessere Benetzung als auch die länger anhaltende Dauerwirkung auszunutzen.

Rostinfektionen im Roggen sind bislang eher seltener anzutreffen. Das mag sich mit kurzzeitigem Wechsel mit feuchtwarmer Witterung jedoch schlagartig ändern. Kontrollieren Sie zeitnah Ihre Bestände!

Unsere Empfehlung ist Elatus plus & Plexeo für einen langfristigen Schutz gegen Braunrost. Da die Dauerwirkung sowohl von der Aufwandmenge wie auch vom Behandlungszeitpunkt abhängt, kann diese Maßnahme bis zum Auffinden erster Rostpusteln, spätestens jedoch bis zum Einsetzen der Blüte geschoben werden.

Einzelne Weizenflächen sind in der letzten Woche durch Trockenstress auffällig geworden. Hier ist Mehltaubefall wahrnehmbar und umgehend auszuräumen.

Septoriainfektionen werden erst nach 36 Stunden Blattnässe gesetzt. Es bleibt die nächsten Tage abzuwarten, in welcher Region diese Werte erreicht werden.

Die Frage nach einer Abschlussbehandlung im Raps stellt sich nach den Niederschlägen der letzten Tage heute deutlicher dar, bei guten Rapsbeständen ist sie somit unabdingbar. Berücksichtigen sollten Sie die geänderten Auflagen zum Bienenschutz beim Biscaya in Mischung mit Azolen.

Kontrollieren Sie zudem im Vorwege ob eine Insektizidmaßnahme im Raps wirklich notwendig ist.

16.04.2019
Verlässlichen Prognosen zufolge ist für die nächsten 14 Tage mit ansteigenden Temperaturen zu rechnen.

Seit langem anstehende Einkürzungen in Gerste und Roggen können Sie zeitnah vollziehen. Während viele Weizenbestände noch in EC 29-31 stecken und mit reinem CCC und Mikronährstoffcocktails gesteuert werden können, ist in der Gerste auch wegen der aktuellen kühleren Witterung noch ein Prodax mit 0,4 - 0,6 kg/ha das Mittel der Wahl. Reine Trinexapac-Produkte wirken verzögert und brauchen eine höhere Einstrahlung. Gerade die Gerste muss aufgrund ihrer oft hohen Triebzahl stärker gekürzt werden.

Zwergrost ist nahezu in allen Sorten zu finden. Weiter gilt es auch Netzflecken und Mehltau zu verhindern. 0,5- 0,6 l/ha Input classic (15 m! ) oder auch 0,4 l/ ha Proline mit 0,2 l Vegas ( beide 1m!) sind hier wirkungsvolle Fungizidbeispiele.

Zur Einkürzung von Roggen und Triticale favorisieren wir aktuell Kombinationen mit CCC & Calma. Neben erstem Braun- und Gelbrost, ist in der Triticale vor allem auf Mehltau zu achten - sichten Sie bekannte Problemschläge zeitnah!

Maßnahmen der zweiten Düngergabe - vielfach bereits erfolgt - müssen jetzt zum Abschluss gebracht werden, zumal unklar ist wann wieder genug Regen im Anmarsch ist, um die Düngermengen dann auch in Lösung zu bringen.

Mit ansteigenden Temperaturen wird auch die Maisaussaat verstärkt in den Focus geraten, haben Sie im Vorwege Ihren Nährstoffbedarf treffend justieren können? Reicht die Gülle bzw. das Substrat, welches vorgesehen war? Klären Sie frühzeitig die Verfügbarkeit notwendiger Düngermengen um Aufgelder und Wartezeiten für dann spätere, „schnelle“ Ware zu vermeiden!
Was die Herbizidbehandlung des Maises betrifft, so nutzen Sie das Splitting - gegebenenfalls auch im Vorauflauf. Es schont nicht nur den Mais, sondern auch später Ihr Nervenkostüm und Ihr Zeitfenster bei der Nachlage!

05.04.2019
In der 15. KW stehen aus unserer Sicht weitere Einkürzungsmaßnahmen in Roggen und Weizen an, wobei der spätere Weizen oft noch in EC 30/31 ausschließlich mit CCC gekürzt werden sollte, um die Dominanz des Hauptriebs zu brechen und um die Verzweigung der Nebentriebe zu fördern.

Der Roggen hat in den meisten Fällen schon das erste Internodium ausgebildet. In diesen Fällen sollten Sie das CCC um 0,1 - 0,15 l/ha Calma zur Einkürzung ergänzen. Zur Absicherung der Micronährstoffversorgung ist unsererseits die Zugabe von Mix pro SL (Mn, Cu, Zi) weiter empfohlen.

Kürzungen in der Wintergerste stehen ab der kommenden Woche ebenfalls an. Aufgrund der kühlen Witterung empfehlen wir hier schwerpunktmäßig 0,4 – 0,5 kg/ha Prodax.

Insbesondere die Winterbraugerstensorte KWS Joy sollten Sie in dieser Maßnahme gleichfalls mit 0,5 l/ha Input classic (15m!) gegen Blattflecken behandeln, da hier die Infektionen nach 24 Std. Blattnässe in diesen Tagen erfolgt sind.

25.03.2019
Auch bei der kühleren Witterung der letzten Wochen ist der Raps weitergewachsen. Schließen Sie, soweit noch nicht geschehen, jetzt Herbizidmaßnahmen gegen Kamille, Kornblume & Ausfallgetreide ab.

Kontrollieren Sie den Rüßlerzuflug weiter mittels Gelbschale und wägen Sie die Behandlungen je nach Befall ab.

Für Maßnahmen gegen Rapsglanzkäfer sind die meisten Knospenanlagen noch nicht weit genug entwickelt. Produkt der Wahl wäre unter Umständen ein Plenum, zumal sich in diesen Tagen die letzte Einsatzmöglichkeit dieses B1- Produktes im Raps vor dem Ablauf der Zulassung anbietet.

Einkürzungen können wie gewohnt ab einer Wuchshöhe von 20 cm erfolgen, wobei die zu erwartende Witterung die Wirkung unterstützt. Denken Sie an den Borzusatz!
Einkürzungsmaßnahmen im früh gesäten Winterweizen können dieser Tage mit 1,0 – 1,5 l/ha CCC mit Mikronährstoffzusatz (z.B. 1 kg/ha Hordisan) erfolgen.

27.02.2019
Unsere Kundenbetreuer melden: Feldkontrollen sind unerlässlich!
Haben Sie Ihre Felder im Blick? Wir sichten Rüssler im Raps und Ackerfuchsschwanz und Windhalm im Wintergetreide. Pflanzenschutzmaßnahmen sollten Sie jetzt nicht auf die lange Bank schieben. Setzen Sie sich bei Fragen gern mit uns in Verbindung!

Rudolf Peters Landhandel

Abteilung Pflanzenschutz