Aktuelle Pflanzenschutzhinweise

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz. Diese Hinweise werden (in der Saison) wöchentlich erneuert. Konkrete Hinweise zur Schädlingssituation im Raps für Ihre Anbauregion finden Sie auf der Internetseite des  Rapool-Ringes. Die Krankheitsbonituren (Blattkrankheiten) für Zuckerrüben finden Sie während der Saison (Juni – September) unter  LIZ-online.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen müssen die aktuelle Zulassung und insbesondere die Abstandsauflagen beachtet werden. Die Produktbeschreibung als Beipackzettel ist vor dem Einsatz der Pflanzenschutzmittel durchzulesen und zu beachten, die unterschiedlichen Auflagen der Bundesländer sind zu berücksichtigen.

21.11.2018
Für die nächste Woche sind Niederschläge angesagt. Sie können Kerb flo, Cohort oder Milestone dann, am besten kurz vor stärkeren Niederschlägen, gut einsetzen. Der Regen führt zu einer besseren Verteilung, gerade unter üppigem Raps. Für diesen Herbst verabschieden wir uns und melden uns rechtzeitig zum Vegetationsbeginn 2019 zurück.

13.11.2018
Es wird kälteres Wetter vorhergesagt, schließen Sie deshalb in diesen Tagen die Herbizid- und die Blattdüngerbehandlungen - Manganmischungen - im Getreide ab.Spritzen Sie Cohort, Milestone oder Kerb flo erst ab frühestens Ende nächster Woche nach erneuten Niederschlägen und Abkühlung.

07.11.2018
Auch weiterhin bleiben die Bedingungen für den Einsatz der Bodenherbizide im Wintergetreide gut. Nur die herrschende Trockenheit verhindert eine schnelle Sichtbarkeit der Wirkung. Weil das Winterwetter nicht vorhergesagt werden kann, empfehlen wir Ihnen den Herbizideinsatz bei mindestens allen Oktobersaaten. Im Frühjahr können die Gräser für eine gute Wirkung der Herbizide ansonsten schon zu groß geworden sein.

01.11.2018
Kontrollieren Sie das Wintergetreide ab dem 2-Blatt-Stadium bei Sonnenschein auf Blattlausbefall. Bei mehr als 10 % befallener Pflanzen muss eine Bekämpfung durchgeführt werden. Viele Bestände zeigen zur Zeit Aufhellungen. Dies ist häufig auf einen Mangel an Spurenelementen zurückzuführen. Wir empfehlen Ihnen ab Bestockungsbeginn entweder 1,5 kg/ha Hordisan oder 1,5 l/ha Mix Pro SL zu spritzen.

23.10.2018
Führen Sie, soweit noch nicht geschehen und sobald das Wetter es zulässt, die Unkraut- und Ungrasbekämpfung im Wintergetreide durch. Das gilt für bereits aufgelaufene Bestände genauso wie für frisch bestellte. Nutzen Sie die Bodenfeuchte unbedingt aus und setzen Sie bei bereits aufgelaufenem Ungras ggf. blattaktive Mittel zu.

16.10.2018
Leider hält die Trockenheit weiter an, so dass ein Bodenherbizideinsatz im Getreide wohlüberlegt sein muss. Ab dem 3-Blatt-Stadium des Getreides sind blattaktive Gräsermittel als Zumischpartner notwendig. Zu diesem Entwicklungsstadium empfehlen wir eine Blattdüngermischung mit Bittersalz bis 5 kg/ha oder das anwenderfreundliche Polyactiv Mg mit 3 l/ha und Mix Pro SL 1,5 l/ha. Denken Sie bitte auch an die Blattlauskontrolle.

09.10.2018
Die anhaltende Trockenheit erschwert die Entscheidungen zum Einsatz der Getreideherbstherbizide und Wachstumsregler im Raps. Allgemeingültige Empfehlungen gibt es nicht.Wichtig ist auf Ackerfuchsschwanzstandorten der frühe Einsatz flufenacethaltiger Mittel spätestens beim Feldaufgang. Später muss dann ggfs. über eine 2. Spritzung entschieden werden.Auch der Wachstumsreglereinsatz im Raps muss je nach vorhandener Situation vorgenommen werden. Grundsätzlich ist eine Stängelbildung im Herbst zu verhindern.Auf Grund der Temperaturen, auch in der Vorhersage, unbedingt das Wintergetreide und den Raps auf Blattläuse kontrollieren.

11.09.2018
Das Produkt Biscaya hat eine Notfallzulassung nach Artikel 53 bekommen. Dabei handelt es sich um eine Anwendung im Raps im Herbst gegen virusübertragende Blattläuse und zwar speziell Starkbefall mit Grüner Pfirsichblattlaus. Die ansonsten vorhandenen Auflagen gelten weiter.

04.09.2018
Bei Trockenheit leidet der neue Raps extrem unter der Unkrautkonkurrenz. Bekämpfen Sie insbesondere Ausfallgetreide früh. Eventuell muss später eine zweite Behandlung folgen - das dient auch der Ackerhygiene.
Achten Sie auf Rapserdflohbefall!

28.08.2018
Behandeln Sie jetzt ausgesäten Raps bei vorhandener Bodenfeuchte wie gewohnt entweder im Vorauflauf mit einem clomazonehaltigen Produkt oder, falls keine Wegrauke vorhanden ist, 4 – 7 Tage nach der Saat mit Fuego/Fuego Top. Warten Sie nur auf absolut trockenen Standorten zunächst den Feldaufgang des Rapses ab und setzen Sie dann ein passendes Herbizid ein.

Stellen Sie unbedingt gleich nach der Saat Gelbschalen zur Überwachung des Zuflugs des Rapserdflohes auf.

21.08.2018
Die Aussaatbedingungen für den Raps sind bisher sehr schlecht. Andererseits würden der warme Boden und die hohe Nährstoffverfügbarkeit nach Niederschlägen den Feldaufgang fördern - wenn es denn regnet.
Diese Bedingungen und die schnelle Entwicklung vieler Hybridsorten machen es möglich den Raps auch noch im September zu säen.

14.08.2018
Eine frühe Rapsaussaat führt häufig zu höherem Schädlingsbefall. Insbesondere wenn die Bedingungen für einen schnellen Feldaufgang günstig sind und in der Nachbarschaft Raps gestanden hat. Deshalb muss Ausfallraps spätestens bei der Neubestellung 2018/19 eingearbeitet sein.

31.07.2018
Die extrem frühe Getreideernte macht den Anbau vieler Zwischenfrüchte möglich. Jedoch wird ein Anbau - insbesonders von Futterzwischenfrüchten - nur dort von uns empfohlen, wo zumindest ausreichend Niederschläge für den Feldaufgang gefallen sind.

24.07.2018
Bisher ist nur in beregneten Zuckerrüben stellenweise Befall mit Blattkrankheiten festgestellt worden. Eigene Kontrollen sind notwendig.

19.07.2018
Das Wetter fördert die Infektionen mit Alternaria in Kartoffeln. Um diese Krankheit zu bekämpfen muss eine durchdachte Spritzfolge eingehalten werden. Krautfäule spielt praktisch keine Rolle. In den Rüben ist stellenweise die erste Fungizidmaßnahme erfolgt. Denken Sie an die Resistenzvorbeugung. Wir empfehlen zur Vorbeugung die Zumischung von 1 l/ha Curamin.

10.07.2018
Für heute und morgen sind Niederschläge vorhergesagt. Stellenweise ist bereits etwas Regen gefallen. Das hilft dem Mais ganz besonders.
In den Kartoffeln muss jetzt vor allem ein Schutz gegen Alternaria vorhanden sein. Krautfäule wird nur noch bei längerer Blattnässe ein Problem werden. Führen Sie in den Rüben die Blattkrankheitskontrollen fort.

04.06.2018
Abgeerntete Flächen können, falls Niederschlag fällt, gut für die Produktion von Wiederkäuerfutter genutzt werden. Zu diesem vergleichsweise frühen Zeitpunkt eignen sich besonders einjährige Weidelgrasmischungen, die je nach weiterer Witterung 1 – 2 Schnitte bringen können.

26.06.2018
Obwohl die Niederschläge nicht reichlich waren, haben Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais davon profitieren können. Wie in der letzten Woche mitgeteilt, muss in Kartoffeln der Schutz gegen Blattkrankheiten vorhanden sein. Falls Sie in den Zuckerrüben Blattläuse bekämpfen müssen, empfehlen wir Ihnen, neben der Bordüngung mit Bolero, Curamin zur Gesunderhaltung zuzusetzen.

19.06.2018 
Schützen Sie beregnete Kartoffeln gegen Krautfäule und ab sechs Wochen nach dem Feldaufgang auch gegen Alternaria. Denken Sie dabei an die Resistenzvorbeugung. Spätestens bei Wetteränderung müssen alle Kartoffelbestände gegen Krautfäule geschützt sein.

Sie sollten ab jetzt wöchentlich Ihre Zuckerrüben auf Blattkrankheiten kontrollieren.

11.06.2018
In den Rüben werden häufig Schwarze Bohnenläuse gefunden. Sind 10 % der Pflanzen vor Reihenschluß befallen, ist die Bekämpfungsschwelle erreicht. Pirimor bekämpft auch versteckt sitzende Läuse. Die Maßnahme können Sie mit einer Blattdüngung kombinieren. Wir empfehlen 1-2 l/ha Bolero + 1,5 l/ha Mix Pro SL + 5 – 10 kg/ha Bittersalz.

In den Kartoffeln werden stellenweise Blattläuse, aber auch Kartoffelkäferlarven gefunden. Bitte kontrollieren Sie Ihre Bestände.

31.05.2018 
Leider sind nur stellenweise Niederschläge gefallen, sodass wir keine allgemeine Empfehlung für den Fungizideinsatz im Weizen und Sommergetreide gegeben können. Achten Sie auf Getreidehähnchen und Blattläuse.
Beginnen Sie in allen frühen Kartoffeln, die bereits Regen - natürlich oder künstlich - erhalten haben, jetzt mit dem Schutz gegen Krautfäule.

23.05.2018
Die aktuelle Trockenheit bringt nicht nur bei der Unkrautbekämpfung in den späten Kulturen große Probleme mit sich. Auch geplante Wachstumsreglermaßnahmen im Getreide sind nur in wenigen Fällen noch durchführbar. Da kurzfristig keine Niederschläge zu erwarten sind, sollten Sie im Mais bei der Unkrautbekämpfung zunächst möglichst blattaktiv mit bromoxynilhaltigen und Sulfonylharnstoffen arbeiten. Eine Nachbehandlung muss dann nach Niederschlägen erfolgen. Eine gute Blattaktivität ist auch bei der Unkrautbekämpfung in Kartoffeln und Rüben notwendig, dort können Sie die Blattaktivität zum Beispiel mit Cocktail erhöhen.

16.05.2018
Im Roggen steht vor der Blüte die Abschlussbehandlung gegen Braunrost an, bis zum 20.06. sollte der Roggen gesund bleiben. Bei Wetteränderung müssen Sie auch im Weizen und frühen Sommergerstenbeständen ein Fungizid spritzen. Berücksichtigen Sie auch hier die notwendige Wirkungsdauer bei der Mittelauswahl. Achten Sie in Getreide, Leguminosen und Kartoffeln unbedingt auf Blattläuse und andere Schädlinge.

09.05.2018
Das trockene Wetter fördert Rostkrankheiten im Getreide und teilweise auch Mehltau. Kontrollen sind notwendig. Die vorhergesagten Niederschläge führen in allen Kulturen zu Neuinfektionen mit verschiedenen Blattkrankheiten. Wir empfehlen, je nach Situation, entweder kurz vor oder direkt nach dem Infektionsereignis einen Schutz vorzunehmen.
Achten Sie in Leguminosen auf Blattrandkäfer und Blattläuse. Die Larven der Käfer können an den Wurzeln Schaden verursachen und die Läuse können Virosen übertragen.

03.05.2018
Der Raps zeigt stellenweise starken Knospenabwurf, die Ursachen sind nicht eindeutig zuzuordnen. Trotzdem wird dieser Raps noch Blüten entwickeln und einen Ertrag bringen. Nur in Einzelfällen wird ein Umbruch notwendig sein.
In vielen Sommergetreidebeständen steht die Unkrautbekämpfung noch an. Wir empfehlen Ihnen Hordisan oder Mix Pro SL zuzusetzen. Damit stellen Sie die Mangan, Kupfer und Zinkversorgung der Pflanzen sicher.

25.04.2018
Das Wintergetreide ist sehr unterschiedlich entwickelt und zeigt nur in wenigen Fällen Blattkrankheiten. Halmbruchgefahr besteht nach derzeitigem Stand nur in Septembersaaten von Roggen, Triticale und Weizen in getreidereichen Fruchtfolgen. Bei dem zur Zeit vorherrschenden wechselhaften Wetter, muss eine Fungizidmaßnahme in Beständen, die das dritte Blatt schieben, vorgenommen werden. Nehmen Sie die Fungizidauswahl, angepasst an die vorherrschende Krankheit, vor und setzen Sie bei Bedarf  Wachstumsregler zu.

17.04.2018
Im Raps können die Rapsglanzkäfer bis zur Blüte schädigen. Halten Sie unbedingt die Schadschwellen ein. Denken Sie bei einer Bekämpfung an den Wirkstoffwechsel und den Bienenschutz. Falls die Bordüngung noch nicht abgeschlossen ist, setzen Sie Bolero zu. Ein wachstumsregulierendes Fungizid ist bei Bedarf ebenfalls möglich.

10.04.2018
Kontrollieren Sie den Raps weiter auf Schädlinge. Wintergetreide sollten Sie auf Ungras und Unkraut kontrollieren und dieses zeitnah bekämpfen.
Führen Sie jetzt je nach bereits vorgenommener Stickstoffdüngung die 2. Gabe im Wintergetreide durch. Eventuell können Sie bei AHL Düngung im Weizen auch CCC zusetzen.

04.04.2018
Stellen Sie jetzt, soweit noch nicht geschehen, unbedingt die Gelbschalen im Vorjahresrapsschlag und im diesjährigen Raps auf. Rapstängelrüßler und Kohltriebrüßler können Sie ohne Schale nicht kontrollieren. Rapsglanzkäfer verursachen erst Schäden, wenn die Knospen frei zugänglich sind. Deshalb wird voraussichtlich ein Pyrethroid Klasse II gegen Rapsstängelrüßler bei Schadschwellenüberschreitung ausreichen. Sehen Sie die Zumischung von Bolero 0,5 - 1,0 l/ha, Canolan 1 kg/ha und bei vorhandenem Stängel auch ein wachstumsregulierendes Fungizid vor. Schließen Sie im Raps die Stickstoffdüngung ab.

27.03.2018
Nehmen Sie Herbizideinsätze in Wintergetreide nach den vorhergesagten Niederschlägen von Mittwoch/Donnerstag vor, damit die Gräser nicht mehr weiterwachsen können. Auf vielen Grünlandflächen beginnt in diesen Tagen das Wachstum. Deshalb muss die erste Stickstoffdüngung erfolgen.

22.03.2018
Leider sind weiterhin Arbeiten auf dem Acker wetterbedingt nicht immer möglich. Sowohl Düngung, als auch Pflanzenschutzeinsätze können nur im Einzelfall entschieden werden. Sprechen Sie uns dazu gern an.

13.03.2018
Auch weiterhin bleibt es sehr schwierig Arbeiten auf dem Acker durchzuführen. Eventuell kann der vorhergesagte Frost zum Ende dieser Woche/Anfang nächster Woche Düngungsmaßnahmen zulassen. Falls in Einzelfällen Pflanzenschutzspritzungen möglich sind, sollten Sie diese am besten jetzt durchführen und nicht unmittelbar vor den Nachtfrösten.

07.03.2018
Zur Zeit sind Maßnahmen auf dem Acker noch kaum durchführbar. Nehmen Sie bei geeigneten Bedingungen vor allem die Grunddüngung und Kalkung, auch und besonders auf Winterfrüchten, vor. Das Winterwetter hat zu erhöhten Auswaschungen geführt, deshalb ist insbesondere auf Wintergerste eine Kalkung sinnvoll.
Kontrollieren Sie die Wintergetreideflächen jetzt auf Ungras und Unkrautbesatz.

Rudolf Peters Landhandel

Abteilung Pflanzenschutz