Aktuelle Pflanzenschutzhinweise

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz. Diese Hinweise werden (in der Saison) wöchentlich erneuert. Konkrete Hinweise zur Schädlingssituation im Raps für Ihre Anbauregion finden Sie auf der Internetseite des  Rapool-Ringes. Die Krankheitsbonituren (Blattkrankheiten) für Zuckerrüben finden Sie während der Saison (Juni – September) unter  LIZ-online.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen müssen die aktuelle Zulassung und insbesondere die Abstandsauflagen beachtet werden. Die Produktbeschreibung als Beipackzettel ist vor dem Einsatz der Pflanzenschutzmittel durchzulesen und zu beachten, die unterschiedlichen Auflagen der Bundesländer sind zu berücksichtigen.

 

02.09.2019

Zu früh und auch teuer,…

Rationsumstellungen, Sparvarianten in allen Ehren, Grundfutter ist vielerorts aktuell knapp und auch teuer!

Doch nicht erntereifer Mais ist ebenfalls teuer, auch Mais, von kleinen Flächen, ohne oder nur mit kleinem Kolben bringt weder Menge noch Milch!

Hier noch ein Gedanke zur Neuanssaat von Grünland- oder Futterflächen, die frühen Weidelgrasmischungen überzeugten nach 2 trockenen Sommern nur selten, meist konnte der Ertrag nur knapp den Aufwand decken! - Ist der Ansatz nicht auch möglich die Ansaatflächen mittelfristig auch länger zu nutzen und so die höheren Saatkosten zu verteilen?  - 5 Schnitte können in den Folgejahren möglich sein, das schafft Reserven und bietet auch gute Möglichkeit sowie den Freiraum, andere Grünlandstandorte notwendig zu erneuern

Es ist vielleicht eine Überlegung wert, besser als wieder Mais oder Roggen!

 

26.08.2019

… und, war es das jetzt - mit der Rapsaussaat?

Die letzten Jahre waren hinsichtlich der Ertragssicherheit und dem monetären Beitrag zum Betriebserfolg im Rapsanbau nicht rosig, vielleicht waren Herbizidauflagen, - unverträglichkeiten oder Insektizidresistenzen auch Gründe diesen Produktionszweig zu reduzieren oder gar zu verlassen?

Aber haben Sie auch mal an den Vorfruchtwert des Rapses für Ihren zukünftigen Weizen und die bessere Durchwurzelung des Bodens nachgedacht? - Oder die Alternativen auf Afu- Standorten so das Resistenzmanagement im Raps besser zu nutzen und andere Wirkstoffklassen zur Afu - Bekämpfung einzusetzen?

Fehlt der Raps, folgt mehr Weizen, zumindest auf den besseren Böden, aber vielleicht konnten Sie es auch beobachten, der Krankheitsdruck z.B. Mehltau und auch Gelbrost haben über die letzten Jahre deutlich zu genommen und nun ab 2020 fehlen z.T. auch hier probate Mittel in der Bekämpfung soeben genannter Erreger, aus dieser Betrachtung kein Zeitpunkt die notwendige Vielfalt Ihrer eigenen Fruchtfolge einzuschränken!

Egal, bis zum 05. oder gar 07. September ist noch Zeit, über die zukünftige Rapsanbaufläche zu entscheiden, die Hybriden können es heute leisten, wichtig ist nur Ihr Raps läuft auf! Ein letzter Aspekt kann auch die Verwertung organischer Düngerkomponenten noch im Herbst sein, noch ist es nicht zu spät, wir brauchen nur noch etwas Regen!

Für den Fall, das Mais oder eine andere Sommerung mehr in Ihrem Fokus liegt, denken Sie aktuell doch alternativ auch nochmal über eine Bodenverbesserung durch den Anbau von Zwischenfrüchten nach! – nicht um die Greening-Vorgaben zu erfüllen, sondern Ihrem Produktionsfaktor Boden zu liebe!

 

12.08.19

Nach der Ernte ist bekanntlich vor der Ernte, trotz der schon längeranhaltenden Trockenphase sollten Sie jetzt nach Abschluss der Erntearbeiten umgehend mit der Bearbeitung der Stoppeln beginnen. Um Wasservorräte zu schonen und um Ausfallgetreide möglichst schnell zum Auflaufen zu bringen empfiehlt sich eine möglichst flache Bearbeitungstiefe.

Gleiches gilt aktuell bei der Bearbeitung der Rapsstoppeln, für Folgefrüchte empfiehlt sich hier auch ein Mulchgang, auch um die Altverunkrautung zu vernichten! Gleichzeitig schaffen Sie so ein gutes, gleichmäßiges Keimmilieu für den Ausfallraps, so daß schlussendlich sich so eine Glyphosat Maßnahme erübrigt.

Mit dem Ausschalten der Alt- und Ausfallrapse unterbrechen Sie gleichfalls die „Grüne Brücke“  bezüglich der Verbreitung der Kohlhernie, Schnecken und Mäusenbefallslagen wie auch der Überdauerung der Kohlfliegen!

08.07.2019

Niedersachsenweit fehlt weiterhin der ergiebiege Regen, selbst Mais verdreht bei knapp 100 cm Wuchshöhe oft schon die Blätter. Dieses Phänomen reicht zum Teil bis an die niederländische Grenze.

Beregnungsgaben in Zuckerrüben halten jetzt auch bei kühlerer Witterung nur wenige Tage vor. Die Hitzewelle der letzten Woche hat vielen Rüben in Vitalität und Blattwerk merklich zugesetzt. Die Verbrennungen an den Blättern zeugen oft davon. Vitalisierungsmaßnahmen mit Bittersalz, Bor und Mangan lassen sich in frühgesäten Zuckerrüben auch gut mit einer anstehenden Fungizidmaßnahme mit z.B. Juwel kombinieren. Wichtig ist hier, dass Sie die Salzkonzentration der Mischung nicht überziehen – kein AHL zusetzen!

Die aktuellen Maßnahmen gegen Krautfäule in Kartoffeln laufen je nach Reifegruppe und Blütenstand zum Teil noch mit Zorvec & Enicade oder wo erforderlich in spätereifenden Sorten auch schon mit Revus Top - dann insbesondere auch gegen Alternaria. Nach der Hauptblüte können Sie dann stärker auf Kontaktpräparate wie Valbon oder Shirlan ggf. mit einer Phomazin Ergänzung umstellen.

17.06.2019
Die teilweise mächtigen Regengüsse vom Wochenende haben unsere Kartoffelschläge vielfach stark  in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise wurden Dämme abgespült, vereinzelt ging auch Hagelschlag nieder.

Diese Bestände gilt es jetzt zeitnah wieder gegen Kraut- und Knollenfäule zu schützen. Unsere Empfehlung aktuell: 0,15 l/ha & 1,5 kg/ha Zorvec Enicade Nzeb, alternativ in kritischen Partien auch 1,6 l/ha Infinito.

Auf den Befall mit Blattläusen ist auch weiterhin in Zuckerrüben zu achten. Die Auswahl an Insektiziden ist eingeschränkt, hier empfehlen wir unter dem Aspekt der Nützlingsschonung bei Erreichen der Befallsschwelle (50 % befallener Pflanzen) 300 g Pirimor Gran. in min. 300 l Wasser je ha. Ein weiterer Aspekt dieser Empfehlung ist, dass die Population der Kartoffelkäfer so geschont wird, dass er die Durchwuchskartoffeln in den Zuckerrübe weiter schädigen kann.

Für durch Hagelschlag und Starkregen geschädigte Rübenschläge empfehlen wir als aktiven Wundverschluss 1,0 - 1,5 l Curamin je ha und dieses ggf. mit der Blattlaus oder Borspritzung zu kombinieren.

11.06.2019
Mit dem Erscheinen der letzten Ähren in der Sommergerste bietet sich eine Abschlussmaßnahme mit Aviator Xpro Opti an. Das Chlortalonil bietet neben der guten Wirkung auf Ramularia auch einen ausgezeichneten Sonnenschutz.
Kontrollieren Sie vor dieser Spritzung Ihre Bestände auf Schaderreger, insbesondere Getreidehähnchen und Blattläuse. Die aktuelle Witterung hat die Populationen entsprechend gefördert! Mischungen bieten sich hier z.B. mit 0,075 l/ha Karate Zeon & 150 g/ha Pirimor Granulat an.

Mit dem Kontakt der Kartoffeln in der Reihe sollte angesichts der aktuellen Witterung auch der Spritzstart in der Krautfäule erfolgen. Unsere Empfehlung hier 2,0 kg Ridomil Gold MZ je ha.

Abschlussmaßnahmen beim Mais sollten dieser Tage bei Temperaturen unter 25 ° C und bei trockenen Tüten erfolgen. Eine Kombination zur Absicherung mit Mikronährstoffen ist anzuraten.

Für Individualempfehlungen nutzen Sie die Fachkompetenz Ihres Kundenbetreuers und sprechen Sie diesen gern an.

03.06.2019
Der Mais gewinnt bei Temperaturen oberhalb 20° C richtig an Farbe und Fahrt. Bestände, welche eine frühe Vorlage erfahren haben, müssen jetzt zeitnah gegen nachlaufende Hirsen, Melde und Knöterich nachbehandelt werden.
Bei Melde und Knöterich bis 2 Laubblättern erreichen Sie mit 0,3 l/ ha B 235 (Bromoxinyl) eine ausreichende Wirkung. Wichtig ist hier eine ausreichende Wachsschicht gerade nach Gewitterschauern.
Sollte das Unkrautspektrum breiter sein, empfiehlt sich die Zugabe auch zur Behandlung kl. Hirsen von 0,5 l/ha Maran/ Callisto oder 1,3 l/ha Laudis, letzteres ist auch weiterhin wichtig in ZR Fruchtfolgen zu beachten.

Aufgrund der Breitenwirkung empfehlen wir in Stripp Till Varianten nach Ackergras oder GPS Nutzung bei Wiederaustrieb 1,25 l Maister Power einzusetzen.

Mit einem zügigen Wuchs des Maises sind auch weitere Maßnahmen gegen den Kartoffeldurchwuchs erforderlich. Je nach Vorlage und Fruchtfolge haben sich hier höhere Gaben der Triketone oder aber auch Maister Power bewährt, da aber oftmals Fruchtfolgeüberlegungen zu beachten sind, sprechen Sie zeitnah direkt mit Ihrem RPL - Kundenbetreuer bezüglich einer betriebsoptimierten Lösung.
Hier ist auf ein Temperaturfenster von unter 25° C zu achten, auch um Stresseffekte im Mais zu reduzieren. Zur Vitalisierung des Maises empfehlen wir ab 6 Blattstadium den Zusatz von 1,5- 2 l Zimab und 2 l /ha Bolero um den hohen Borbedarf des Maises zu decken.

In der Abschlussbehandlung für Sommergerste und -weizen empfehlen wir u.a. jetzt den Einsatz von Aviator Xpro Opti. Nutzen Sie dieses Jahr noch diese o.ä. Chlortalonil Kombination, die Aufbrauchfrist für Chlortalonil endet am 20.05.20. Dadurch geht uns wieder ein bewährter Resistenzbrecher verloren.

20.05.2019
Die wärmeren Temperaturen und die leichten Schauer vom Wochenende gaben den Kulturen wieder etwas Schub.

In der Sommergerste ist jetzt, ab EC 32, Handlungsbedarf bezüglich Fungizidmaßnahmen. Bei dieser wechselhaften Witterung insbesondere gegen Rhynchosporium und Netzflecken z. B. mit 0,5 l/ha Input classic. Auf guten Böden mit sicherer Wasserversorgung sollten Sie auf einem höheren N-Level die Einkürzung nicht vergessen. Mittel der Wahl wären hier Prodax oder Calma, da beide auch in Sommerbraugerste akzeptiert werden.

Vor der Durchfahrt sollten Sie die Bestände dringend auf Blattlaus- und Hähnchenbesatz kontrollieren, um ggf. eine Kombination mit Pyrethroid planen zu können.

Beim Mais sind die Maßnahmen möglichst verträglich zu gestalten, z. B. ist mehr auf Wachsschicht zu achten. Auch sollten die Tüten des Maises ab 2 Blattstadium zum Spritzzeitpunkt kein Wasser enthalten. Gerade in den nächsten Wochen, wo vielfach Kombinationen für die Einmalbehandlung des Maises favorisiert werden, ist bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen darauf zu achten, dass die Zielkräuter über ausreichend Blattfläche verfügen, das soweit alles aufgelaufen ist und die Tempera-turschwankungen möglichst gering sind.

Auf Afu-Standorten ist jetzt bei feuchtem Boden zu hinterfragen inwieweit der Mais auch ohne Sulfonylharnstoffprodukt sauberzuhalten ist, gerade unter Resistenzbetrachtungen sollten im Mais dort Alternativen zum Zuge kommen wie z.B. 4 l/ha Gardo Gold oder 3 l/ha Spectrum Gold.

In der Marsch ist sowohl der Mais als auch der Fuchsschwanz vielfach noch im Keimblattstadium anzutreffen. Eine Zusatzwirkung beider Präparate auf den Storchschnabel ist ebenfalls hervorzuheben.

Abschließend noch eine Anmerkung zum Weizen: Die notwendigen Kontrollen auf Mehltau und Rostbefall sind weiterhin anzuraten! Für gut entwickelten Maisweizen mit einem erhöhten Fusariumdruck steht die Überlegung, vor der Abschlußmaßnahme in EC 61 über die vollgeschobene Ähre (z. B. mit Osiris & Thiokraft) eine Behandlung mit Carboxamid (z. B. Elatus & Plexeo) einzuplanen, um in EC 37/39 das volle Fahnenblatt wirkungsvoll bis zum geplanten Abschluss zu schützen. Auch hier gilt die Kontrolle vorab auf Getreidehähnchen – erste Miniergänge sind leicht zu finden.

15.05.2019
Bringen Sie die Ährenbehandlung in der Gerste jetzt zum Abschluss. Planen Sie, sobald die Ähre halb geschoben ist und bevor das Grannendach die Benetzung der oberen Blätter verhindert, die Abschlussbehandlung ein.

Der Rostbefall in Triticale, Weizen und Roggen setzt sich fort. Aufgrund des nächtlichen Taues sind vielfach bereits gelaufene Rostinfektionen wie Braunrost in Roggen, aber auch Gelbrost in Triticale- und Weizenbeständen aufgebrochen und der Befall ist deutlich sichtbar.

Unsere Empfehlung zur Abschlußspritzung in Triticale und Roggen: Elatus & Plexeo

Planen Sie beim Roggen die Durchfahrt jetzt ebenfalls ein, um noch vor der Blüte ausreichend Wirkstoff auf die oberen Blätter zu applizieren und somit deren Infektion vorzubeugen.

So lange dieser Tage weiter mit Nachtfrösten zu rechnen ist, raten wir dazu anstehende Herbizidmaßnahmen in Zuckerrüben & Mais noch weiter zu schieben, eine Wetteränderung ist zum Wochenende in Sicht. Auch mit Insektiziden gegen Blattläuse in Zuckerrüben sollten Sie mit den Premiumpräparaten warten bis wärmere Bedingungen eine bessere Wirkung versprechen.

06.05.2019
Das kühle wechselhafte Wetter hat das Wachstum der Bestände letzte Woche doch etwas ausgebremst.
Aktuell steht eine Abschlussmaßnahme in der Wintergerste, jetzt wo auch die Ähre getroffen wird, an.
Wir empfehlen neben Aviator Xpro Opti auch das Gigant Opti Pack zur gleichzeitigen Absicherung gegen Ramularia. Dort wo Sie Chlortalonil aufgrund der 5 m Gewässerauflage nicht einsetzen können, sollte die volle Aufwandmenge des Carboxamidproduktes appliziert werden!
Für die Abschlußbehandlung in Roggen & Triticale empfehlen wir jetzt, wo auch hier das Ährenschieben begonnen hat, die Applikation mit  Elatus plus & Plexeo (3.5 MB). Das Pack ist ausreichend für 7 – 8 ha. Die Maßnahme sollte bis zur Blüte erfolgen, um zum einen den Spritzbelag vor der Pollenschüttung aufzubringen und zum anderen die Pflanzen in der Blüte nicht unnötig der mechanischen Beanspruchung in der Fahrgasse auszusetzen - was eventuell auch eine erhöhte Mutterkornpopulation bedeuten könnte.
Der Storchschnabel als Problemunkraut im Mais schreitet auch in unserer Region weiter voran. Aktuell empfehlen wir den frühzeitigen Spritzstart mit einem TBZ-haltigen Produkt, z. B. Gardo Gold. Hier wären 2,5 – 3 l/ha im frühen Nachauflauf von Vorteil. Die Wirkung im Keimblattstadium der Unkräuter ist jetzt auch gepaart mit der entsprechenden Bodenfeuchtigkeit äußerst vorteilhaft.

29.04.2019
Mit dem einsetzenden Regen macht sich neuer Optimismus breit. Hinsichtlich einer abschließenden Nachkürzung dichter Gerstenbestände ist diese Woche eine Maßnahme unabdingbar. Hier bietet es sich je nach Vorlage an, mit einem Fungizid wie Aviator Xpro oder Elatus Era Rhychosporium-Neuinfektionen zu verhindern. Beide Produkte werden auch als Pack angeboten, wobei das Amistar Opti gegen Ramularia erst später auf die halbgeschobene Ähre ausgebracht werden sollte, um sowohl die bessere Benetzung als auch die länger anhaltende Dauerwirkung auszunutzen.

Rostinfektionen im Roggen sind bislang eher seltener anzutreffen. Das mag sich mit kurzzeitigem Wechsel mit feuchtwarmer Witterung jedoch schlagartig ändern. Kontrollieren Sie zeitnah Ihre Bestände!

Unsere Empfehlung ist Elatus plus & Plexeo für einen langfristigen Schutz gegen Braunrost. Da die Dauerwirkung sowohl von der Aufwandmenge wie auch vom Behandlungszeitpunkt abhängt, kann diese Maßnahme bis zum Auffinden erster Rostpusteln, spätestens jedoch bis zum Einsetzen der Blüte geschoben werden.

Einzelne Weizenflächen sind in der letzten Woche durch Trockenstress auffällig geworden. Hier ist Mehltaubefall wahrnehmbar und umgehend auszuräumen.

Septoriainfektionen werden erst nach 36 Stunden Blattnässe gesetzt. Es bleibt die nächsten Tage abzuwarten, in welcher Region diese Werte erreicht werden.

Die Frage nach einer Abschlussbehandlung im Raps stellt sich nach den Niederschlägen der letzten Tage heute deutlicher dar, bei guten Rapsbeständen ist sie somit unabdingbar. Berücksichtigen sollten Sie die geänderten Auflagen zum Bienenschutz beim Biscaya in Mischung mit Azolen.

Kontrollieren Sie zudem im Vorwege ob eine Insektizidmaßnahme im Raps wirklich notwendig ist.

16.04.2019
Verlässlichen Prognosen zufolge ist für die nächsten 14 Tage mit ansteigenden Temperaturen zu rechnen.

Seit langem anstehende Einkürzungen in Gerste und Roggen können Sie zeitnah vollziehen. Während viele Weizenbestände noch in EC 29-31 stecken und mit reinem CCC und Mikronährstoffcocktails gesteuert werden können, ist in der Gerste auch wegen der aktuellen kühleren Witterung noch ein Prodax mit 0,4 - 0,6 kg/ha das Mittel der Wahl. Reine Trinexapac-Produkte wirken verzögert und brauchen eine höhere Einstrahlung. Gerade die Gerste muss aufgrund ihrer oft hohen Triebzahl stärker gekürzt werden.

Zwergrost ist nahezu in allen Sorten zu finden. Weiter gilt es auch Netzflecken und Mehltau zu verhindern. 0,5- 0,6 l/ha Input classic (15 m! ) oder auch 0,4 l/ ha Proline mit 0,2 l Vegas ( beide 1m!) sind hier wirkungsvolle Fungizidbeispiele.

Zur Einkürzung von Roggen und Triticale favorisieren wir aktuell Kombinationen mit CCC & Calma. Neben erstem Braun- und Gelbrost, ist in der Triticale vor allem auf Mehltau zu achten - sichten Sie bekannte Problemschläge zeitnah!

Maßnahmen der zweiten Düngergabe - vielfach bereits erfolgt - müssen jetzt zum Abschluss gebracht werden, zumal unklar ist wann wieder genug Regen im Anmarsch ist, um die Düngermengen dann auch in Lösung zu bringen.

Mit ansteigenden Temperaturen wird auch die Maisaussaat verstärkt in den Focus geraten, haben Sie im Vorwege Ihren Nährstoffbedarf treffend justieren können? Reicht die Gülle bzw. das Substrat, welches vorgesehen war? Klären Sie frühzeitig die Verfügbarkeit notwendiger Düngermengen um Aufgelder und Wartezeiten für dann spätere, „schnelle“ Ware zu vermeiden!
Was die Herbizidbehandlung des Maises betrifft, so nutzen Sie das Splitting - gegebenenfalls auch im Vorauflauf. Es schont nicht nur den Mais, sondern auch später Ihr Nervenkostüm und Ihr Zeitfenster bei der Nachlage!

05.04.2019
In der 15. KW stehen aus unserer Sicht weitere Einkürzungsmaßnahmen in Roggen und Weizen an, wobei der spätere Weizen oft noch in EC 30/31 ausschließlich mit CCC gekürzt werden sollte, um die Dominanz des Hauptriebs zu brechen und um die Verzweigung der Nebentriebe zu fördern.

Der Roggen hat in den meisten Fällen schon das erste Internodium ausgebildet. In diesen Fällen sollten Sie das CCC um 0,1 - 0,15 l/ha Calma zur Einkürzung ergänzen. Zur Absicherung der Micronährstoffversorgung ist unsererseits die Zugabe von Mix pro SL (Mn, Cu, Zi) weiter empfohlen.

Kürzungen in der Wintergerste stehen ab der kommenden Woche ebenfalls an. Aufgrund der kühlen Witterung empfehlen wir hier schwerpunktmäßig 0,4 – 0,5 kg/ha Prodax.

Insbesondere die Winterbraugerstensorte KWS Joy sollten Sie in dieser Maßnahme gleichfalls mit 0,5 l/ha Input classic (15m!) gegen Blattflecken behandeln, da hier die Infektionen nach 24 Std. Blattnässe in diesen Tagen erfolgt sind.

25.03.2019
Auch bei der kühleren Witterung der letzten Wochen ist der Raps weitergewachsen. Schließen Sie, soweit noch nicht geschehen, jetzt Herbizidmaßnahmen gegen Kamille, Kornblume & Ausfallgetreide ab.

Kontrollieren Sie den Rüßlerzuflug weiter mittels Gelbschale und wägen Sie die Behandlungen je nach Befall ab.

Für Maßnahmen gegen Rapsglanzkäfer sind die meisten Knospenanlagen noch nicht weit genug entwickelt. Produkt der Wahl wäre unter Umständen ein Plenum, zumal sich in diesen Tagen die letzte Einsatzmöglichkeit dieses B1- Produktes im Raps vor dem Ablauf der Zulassung anbietet.

Einkürzungen können wie gewohnt ab einer Wuchshöhe von 20 cm erfolgen, wobei die zu erwartende Witterung die Wirkung unterstützt. Denken Sie an den Borzusatz!
Einkürzungsmaßnahmen im früh gesäten Winterweizen können dieser Tage mit 1,0 – 1,5 l/ha CCC mit Mikronährstoffzusatz (z.B. 1 kg/ha Hordisan) erfolgen.

27.02.2019
Unsere Kundenbetreuer melden: Feldkontrollen sind unerlässlich!
Haben Sie Ihre Felder im Blick? Wir sichten Rüssler im Raps und Ackerfuchsschwanz und Windhalm im Wintergetreide. Pflanzenschutzmaßnahmen sollten Sie jetzt nicht auf die lange Bank schieben. Setzen Sie sich bei Fragen gern mit uns in Verbindung!

Rudolf Peters Landhandel

Abteilung Pflanzenschutz