Aktuelle Pflanzenschutzhinweise

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz. Diese Hinweise werden (in der Saison) wöchentlich erneuert. Konkrete Hinweise zur Schädlingssituation im Raps für Ihre Anbauregion finden Sie auf der Internetseite des  Rapool-Ringes. Die Krankheitsbonituren (Blattkrankheiten) für Zuckerrüben finden Sie während der Saison (Juni – September) unter  LIZ-online.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen müssen die aktuelle Zulassung und insbesondere die Abstandsauflagen beachtet werden. Die Produktbeschreibung als Beipackzettel ist vor dem Einsatz der Pflanzenschutzmittel durchzulesen und zu beachten, die unterschiedlichen Auflagen der Bundesländer sind zu berücksichtigen.

17.10.17
Nach der Maisernte empfehlen wir Ihnen unbedingt die Stoppeln zu zerkleinern, damit die Maiszünslerlarven nicht überwintern können und eine Krankheitsübertragung vom Maisstoppel auf die Folgefrucht verhindert wird.
Außerdem besteht die Gefahr, dass durch die Maisernte „heimatlos“ gewordene Blattläuse in das in der Nachbarschaft neu auflaufende Getreide einfliegen. Kontrollieren Sie Ihre Bestände!

10.10.17
Das unbeständige Wetter hat vielfach die Herbizidanwendung im Wintergetreide unmöglich gemacht. Außerdem Spritzungen kurz vor stärkeren Niederschlägen auf leichten Böden vermeiden, weil dann Wirkstoff an die Wurzel gelangen kann. Jetzt muss, bei bereits aufgelaufenen Ungräsern und Unkräutern, die Herbizidmischung angepaßt werden.

02.10.17
Sie sollten Ihren Raps, aber auch früh gesätes Wintergetreide, jetzt turnusmäßig auf Blattlausbefall kontrollieren. Erfahrungen aus 2016 zeigen die Schädigung des Rapses bei starkem Blattlausbefall. Aus diesem Grund hat Teppeki eine Notfallzulassung bekommen, denn mit Pyrethroiden können die Läuse im Raps nicht bekämpft werden. Im Getreide liegt die Schadschwelle bei 10 % Befall, weil die Blattläuse dort zur Virusübertragung beitragen können. Hier helfen die zugelassenen Pyrethroide. Nehmen Sie notwendige Spritzungen frühestens ab dem zweiten Blatt vor.

26.09.17
Bisher sind in den Gelbschalen im Raps fast überall nur wenige Rapserdflöhe gefangen worden. Ab dem Vier-Blatt-Stadium des Rapses gilt die Schadschwelle von 50 Käfern/Schale (in drei Wochen). Danach muss behandelt werden. Führen Sie keine prophylaktischen oder zu frühen Behandlungen durch. Bei 60 % Bodenbedeckung des Rapses (4 – 6 Blatt) sollten Sie an die Wachstumsreglermaßnahme/Fungizid Einsatz denken und dazu dann Bolero und Canolan zusetzen.

19.09.17
Berücksichtigen Sie bei der Aussaat des Wintergetreides jetzt zum frühen Termin, dass nicht nur viele Gräser auflaufen, sondern auch noch eine erhöhte Gefahr durch Schädlinge wie Fritfliege, Blattläuse usw. besteht.
Eine frühe Unkrautbekämpfung ist unerlässlich und eine laufende Kontrolle auf Blattläuse nach dem Feldaufgang ist notwendig. Die Fritfliege ist nur durch späte Aussaat bekämpfbar.

14.09.17
Insbesondere nach dem Rapsanbau muss der Schneckenbesatz vor der Aussaat des Wintergetreides geprüft werden. Nach mehrmaliger (flacher) Bearbeitung, die hoffentlich zu einer Austrocknung der Schnecken und Eier geführt hat, sollten Sie den Schneckenbesatz mit nassen Säcken, Brettern o.ä. prüfen.
Streuen Sie die bewachsenen Schlagränder grundsätzlich sofort nach der Aussaat ab und denken Sie dabei an die Pflanzenschutzauflagen.

05.08.17
Bekämpfen Sie das Ausfallgetreide im Raps frühzeitig, damit insbesondere unter trockenen Bedingungen der Raps nicht geschädigt wird. Gut ist auch eine Bekämpfung vor dem Aufgang des neuen Wintergetreides, damit eine mögliche Virusübertragung durch Läuse unterbunden wird. Die Gelbschalen zur Überwachung des Rapserdflohzufluges sollten aufgestellt sein.

30.08.17
Die Bekämpfung des Hirtentäschelkrautes im Raps kann Ihnen ohne Clomazonehaltige Produkte nur gelingen, wenn Sie 4-5 Tage nach der Aussaat ein Metazachlorhaltiges Produkt einsetzen. Denken Sie außerdem daran, dass Sie den Ausfallraps auf Rapsstoppel spätestens bis zur Aussaat des „neuen“ Rapses (flach) bearbeiten. So werden Schädlinge und Krankheiten weitgehend unterdrückt.

22.08.17
Denken Sie bei der jetzt anstehenden Rapsbestellung daran neben einer zeitgerechten Unkrautbekämpfung auch die frühzeitige Bekämpfung der Schnecken vorzunehmen. Insbesondere an bewachsenen Feldrändern müssen Sie mit einem erhöhten Befall rechnen. Stellen Sie außerdem ab dem Feldaufgang Gelbschalen zur Überwachung des Zuflugs des Rapserdflohes auf.

15.08.17
Die Zuckerrüben müssen jetzt, ab 14 Tage nach der ersten Fungizidspritzung, auf Blattkrankheiten kontrolliert werden. Denken Sie bei notwendigen Behandlungen an den Wirkstoffwechsel.
In den Kartoffeln ist der Druck mit Krautfäule und Alternaria nach wie vor hoch. Achten Sie auch hier bei den Behandlungen auf Wirkstoffwechsel.

08.08.17
Sind Wurzelunkräuter und/oder Kartoffeln in den Getreidestoppeln vorhanden, muss dort, falls keine Auflagen den Einsatz verhindern, unbedingt eine Bekämpfung stattfinden. Der Zusatz von Spray Plus verbessert die Wirkung. SSA ist in den meisten Fällen ausgeschlossen, weil keine Stickstoffdüngung erfolgen darf.
Ausfallkartoffeln sollten Sie mit der vollen Aufwandmenge eines zugelassenen Glyphosat-Produktes bekämpfen. Bei Quecke können Sie bei guten Wachstumsbedingungen die Wirkstoffmengen reduzieren.
Wurzelunkräuter wie Ackerschachtelhalm, Ackerwinde und Ackerkratzdistel werden am besten von dem Produkt Kyleo erfaßt. Dabei handelt es sich um eine Fertigmischung aus Glyphosat und 2,4-D, die auf Grund der Formulierung keinen Antagonismus hervorruft.

01.08.17
Denken Sie bei den schwierigen Erntebedingungen daran, dass für die „Glyphosate“ zur Vorerntebehandlung im Getreide hohe Auflagen gelten. Die Spritzung ist nur auf Teilflächen erlaubt, die ohne Behandlung nicht erntefähig sind. Das muss auch entsprechend dokumentiert werden.  Die Wartezeit von 7 Tagen reicht nicht aus, weil der Absterbeprozess der Unkräuter mindestens 10 Tage benötigt.Im Raps ist, wo notwendig, jetzt meistens nur noch Reglone einsetzbar, weil ansonsten zu lange gewartet werden muss.

Rudolf Peters Landhandel
Abteilung Pflanzenschutz