Aktuelle Pflanzenschutzhinweise

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz. Diese Hinweise werden (in der Saison) wöchentlich erneuert. Konkrete Hinweise zur Schädlingssituation im Raps für Ihre Anbauregion finden Sie auf der Internetseite des  Rapool-Ringes. Die Krankheitsbonituren (Blattkrankheiten) für Zuckerrüben finden Sie während der Saison (Juni – September) unter  LIZ-online.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen müssen die aktuelle Zulassung und insbesondere die Abstandsauflagen beachtet werden. Die Produktbeschreibung als Beipackzettel ist vor dem Einsatz der Pflanzenschutzmittel durchzulesen und zu beachten, die unterschiedlichen Auflagen der Bundesländer sind zu berücksichtigen.

20.06.17
Sie sollten jetzt letzte Kontrollen auf Blatt- und Ährenkrankheiten in Weizen, Roggen und Triticale durchführen. Blattläuse wurden bisher nur wenig festgestellt, trotzdem müssen bis zur Teigreife des Getreides Kontrollen erfolgen. Achten Sie auch in anderen Kulturen auf Schädlinge.
Fördern Sie den Mais jetzt mit Zimab 2 l/ha + Bolero 0,7 l/ha in seiner Ertragsbildung.

13.06.17
Denken Sie beim Reihenschluß in den Zuckerrüben an die Borblattdüngung und kontrollieren Sie vor der Spritzung auf Schädlinge. Wir empfehlen 0,5 – 1,0 l/ha Bolero + 5 kg/ha Bittersalz,
dazu auf Manganmangelstandorten 1,0 l/ha Mix Pro SL.
Denken Sie außerdem an die Anschlußspritzungen gegen Krautfäule in Kartoffeln.

08.06.17
Achten Sie jetzt verstärkt auf Schädlinge (Blattläuse) in den Kulturen. Im Getreide wurde stellenweise auch bekämpfungswürdiger Getreidehähnchenbefall festgestellt.
In den nächsten Tagen blüht der Weizen, zeitgleich sind Niederschläge angekündigt. Beobachten Sie deshalb das Wetter genau und entscheiden Sie je nach Sorte und Vorfrucht über eine Fusariumbekämpfung. Wir empfehlen zur Wirkungsverstärkung 2 l/ha Thiokraft zuzusetzen.

30.05.17
Die regional gefallenen Niederschläge und die hohen Temperaturen haben zu einem sehr schnellen Wachstum der Kulturpflanzen und der Unkräuter geführt. Im Mais muss bei trockenen Pflanzen deshalb zügig die Unkrautbekämpfung erfolgen.
In aufgelaufenen Kartoffeln müssen Sie bei durchfeuchteten Dämmen sofort die erste Spritzung gegen Krautfäule durchführen.

26.05.17
Bei der zur Zeit herrschenden Witterung müssen Sie im Getreide mit einem Ausbruch von Blattkrankheiten rechnen. Insbesondere wenn kein Fungizidschutz mehr besteht, sollten Sie turnusmäßig Kontrollen durchführen und dabei auch die aktuelle Befallssituation mit Getreidehähnchen und Blattläusen kontrollieren.
Im Mais sollten Sie die Unkrautbekämpfung durchführen.

17.05.17
Im Weizen haben auf vielen Standorten immer wieder Infektionen mit Septoria tritici stattfinden können. Deshalb müssen Sie genau prüfen, ob ein lückenloser Schutz vorhanden war. Auf Grund der langsamen Entwicklung des Weizens kann eine „Zwischenbehandlung" notwendig sein, bevor im BBCH (37) – 39 die wichtige Spritzung mit einem carboxamidhaltigen Produkt durchgeführt wird. Achten Sie unbedingt auf Mehltau und Rost.

11.05.17
In der vergangenen Woche sind fast flächendeckend Infektionen mit Septoria tritici im Weizen möglich gewesen. Aber nicht alle Bestände hatten zu der Zeit bereits das drittletzte Blatt geschoben. Dieses Stadium wird für eine Behandlungsempfehlung gefordert. Mit einer rechtzeitigen Behandlung wird ein Überspringen auf die vorhandenen Blattetagen verhindert. Diese Spritzung kann mit einem Wachstumsregler kombiniert werden.Der Wachstumsreglereinsatz muss jetzt häufig auch in der Wintergerste und Roggen entschieden werden. Dann kann zumindest in der Gerste der Abschluß mit Fungiziden stattfinden.

03.05.17
Auch weiterhin sind Pflanzenschutzmaßnahmen nur eingeschränkt möglich.
Herbizidmischungen in Zuckerrüben müssen, weil die Unkräuter zu groß geworden sind, trotz des Wetters blattaktiv gestaltet werden. Der Einsatz im Splitting ist, soweit möglich, dann verträglicher.
An Blattkrankheiten breiten sich zur Zeit im Getreide nur Mehltau und stellenweise Gelbrost aus. Vor einem häufig noch notwendigen Wachstumsreglereinsatz sollten Sie die Bestände auf Blattkrankheiten kontrollieren.

25.04.17
Das Wetter behindert weiter notwendige Pflanzenschutzmaßnahmen. Am besten durchführbar sind Wachstumsreglermaßnahmen im Wintergetreide und dazu Fungizide. Weitere Zumischungen empfehlen wir zur Zeit nicht.
Den Herbizideinsatz in Zuckerrüben sollten Sie nur dann durchführen, wenn die Unkräuter „wegzuwachsen“ drohen. Erhöhen Sie in diesem Fall die Bodenherbizidkomponenten und vermindern Sie die Blattaktivität.

19.04.17
Für die nächsten 2 Tage sind Nachtfröste angesagt, deshalb müssen Herbizidmaßnahmen in Zuckerrüben unterbleiben. Nach dieser Wetterphase ist ein Splitting (je nach Produktmischung 1-4 Tage) am besten geeignet, um die Unkrautbekämpfung für die Rüben möglichst schonend zu gestalten.
Mehrfachmischungen, insbesondere mit Herbiziden, sollten Sie im Wintergetreide zur Zeit nicht durchführen.

11.04.17
Das wechselhafte, kalte Wetter bremst die Rapsglanzkäfer weitgehend aus.
Im Getreide können sich Blattkrankheiten bei dem Wetter ausbreiten. Deshalb empfehlen wir, insbesondere bei notwendigem Einsatz von Wachstumsreglern im Getreide, ab BBCH 31/32 ein Fungizid zuzusetzen. Auswahl je nach Ausgangsbefall, Getreideart, Sorte und Standort.

05.04.17
Der Wachstumsschub der letzten Tage hat nicht nur die Rapsschädlinge aus den Winterquartieren geholt, sondern auch das Wintergetreide vielfach in das optimale Stadium für eine Wachstumsreglermaßnahme gebracht. Außerdem muss häufig dringend die zweite Stickstoffgabe erfolgen, damit die Bestände nicht zu stark ausdünnen. Krankheiten werden im Getreide kaum gefunden, aber die Spurenelementversorgung sollten Sie bei dieser Behandlung sicherstellen.

29.03.17
Das warme, wüchsige Wetter fördert das schnelle Wachstum der Winterungen. Insbesondere der Raps entwickelt sich sehr schnell. Die Rapsschädlinge sind jetzt sehr aktiv. Auch nach einer erfolgten Behandlung müssen Kontrollen der Gelbschalen auf Rüßler stattfinden und die Pflanzen auf Rapsglanzkäfer kontrolliert werden. Sind die bekannten Schadschwellen (erneut) überschritten, muss je nach Vorlage bzw. Situation behandelt werden. Dabei sollten Sie Wachstumsregler/Fungizide zusetzen, wenn nicht bereits geschehen. Insbesondere bei Mischungen mit mehr als 3 Komponenten sprechen Sie uns bitte an.

22.03.17
Die Niederschläge der letzten Tage verzögern die Feldarbeiten. Bei Erwärmung und trockenem Wetter werden die Rapsschädlinge aktiv. Kontrollieren Sie die Gelbschalen regelmäßig auf Stängelrüßler. Bei notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen empfehlen wir den Zusatz der Fungizide/Wachstumsregler Bolero und Canolan. Die zweite Stickstoffdüngung sollten Sie jetzt bei Beginn der Streckung des Rapses durchführen.

20.03.17
Wir verweisen noch einmal auf den Hinweis bezüglich der Rapsstängelrüßler von letzter Woche. In einigen Fällen (mind. 15 cm Wuchshöhe) kann es bereits sinnvoll sein Wachstumsregler mit einzusetzen. Wir empfehlen Bolero (Bor) 0,7 l/ha und Canolan 1-2 kg/ha als Zusatz, um Krankheiten und Mangelerscheinungen vorzubeugen.

07.03.17
Die Gelbschalen zur Überwachung der Stängelschädlinge im Raps sollten mittlerweile aufgestellt sein. Am vergangenen Wochenende hat in einigen Landesteilen bereits der Zuflug/das Erwachen der Rapsstängelrüßler begonnen. Insbesondere im Vorjahresrapsschlag wurden sehr viele Käfer gefangen. Aus dem Grund sollten Sie bei der nächsten Erwärmung (mit Sonnenschein) genau nachschauen und bei mehr als 10 Käfern pro Schale (in 3 Tagen) sofort ein Pyrethroid (Klasse II) spritzen. Werden nur Kohltriebrüßler gefangen, ist noch 10 Tage Zeit.

28.02.17
Ackerfuchsschwanz muss im Getreide möglichst früh, am besten vor der Stickstoffdüngung im Frühjahr, bekämpft werden. Kontrollieren Sie auf den bekannten Standorten die Bestände und setzen Sie z.B. im Winterweizen Atlantis ein. Dabei sollten Sie daran denken, dass auf dränierten Flächen vor dem 16.03. nur 400 g/ha eingesetzt werden dürfen. Nehmen Sie gegebenenfalls Mischungen mit Attribut vor.

21.02.17
Wir melden uns zurück und starten mit aktuellen Hinweisen für die kommende Saison.
Einige Flächen haben schon die Stickstoff-Startdüngung erhalten. Die längerfristige Wettervorhersage deutet auf einen langsamen Beginn des Pflanzenwachstums hin. Deshalb empfehlen wir Ihnen, baldmöglich die Stickstoff-Startdüngung durchzuführen. Sie sollten Harnstoff oder ammoniumhaltige Dünger jetzt ausbringen, nitrathaltige Dünger haben noch ca. 14 Tage Zeit.

Rudolf Peters Landhandel
Abteilung Pflanzenschutz